FdA-Aktionstag: Solidarität mit den Sozialen Bewegungen in Brasilien

Die Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA) plant einen Aktionstag gegen die Amtseinführung des Faschisten Bolsonaro. Lest hier den Aufruf:

Aktionstag am 07. Dezember gegen den aufkommenden Faschismus in Brasilien

In Brasilien wurde am 28.10. ein bekennender Neofaschist zum Präsidenten gewählt. Jair Bolsonaro hat durch eine Kampagne gewonnen, auf die ein Trump neidisch sein könnte: Massenweise Lügen, Herabwürdigungen, Drohungen und Hetze gegen alle sowieso schon benachteiligten Randgruppen und Andersdenkende: Frauen, Schwarze, Indigene und LGBTIs; Soziale Bewegungen sind für ihn nur “verabscheuungswürdige Kommunisten”.
Wohin das führen kann wird bereits bei vergangenen Äußerungen Bolsonaros sichtbar, in denen er die brasilianische Militärdiktatur von 1964 bis 1985 verteidigt, während der er selbst auf Seiten des Militärs aktiv war. So meint Bolsonaro, dass es der einzige Fehler der brasilianischen Militärdiktatur war, nicht genug Oppositionelle umgebracht, sondern nur gefoltert zu haben.(1) Diesen Standpunkt vertritt Bolosonaro nach wie vor offensiv.

Lynchmorde durch neurechte Bürgerwehren und unrechtmäßige Tötungen durch Polizist*innen haben jetzt schon zugenommen, da Bolsonaro für diese Taten Straffreiheit versprochen hat. Es wird sich zeigen, ob er seine Wahlversprechen – oder besser Wahldrohungen – umsetzt und inwieweit ihn sogenannte demokratische Institutionen davon abhalten können und werden, staatlich gesteuerte Blutbäder anzurichten. Die brasilianischen Institutionen werden ihm höchstwahrscheinlich nicht viele Steine in den Weg legen, wie es in den USA mitunter geschieht. 
Sein Verständnis von Demokratie hat er spätestens in den ersten Wochen nach seiner Wahl bewiesen, indem er als eine seiner ersten Amtshandlung ein Gesetz auf den Weg bringt, das soziale Proteste mit Terrorismus gleichsetzt und mit 30 Jahren Gefängnis bestraft.

Jair Bolsonaro hat durch das Versprechen einer extrem antisozialen und neoliberalen Wirtschaftspolitik die Gunst der Märkte erworben: Nicht zuletzt die Deutsche Bank hat ihn unterstützt – was angesichts ihrer historischen Verbundenheit mit vielen Regimen und Diktaturen wenig überraschend ist. Ihr Chef-Anlagestratege bezeichnete Bolsonaro auf Twitter als “Wunschkandidat der Märkte” (2). Die Deutsche Bank versuchte zwar mit halbherzigen Aussagen den Aufschrei über die öffentliche Unterstützung Bolsonaros zu entschärfen, aber das Unvermögen der Märkte, Menschenrechte in die Einschätzung von Wohlstands- und Wirtschaftsentwicklungen einzubeziehen, wurde spätestens wieder bei der Bekanntgabe des Wahlergebnisses klar: Die Börsenkurse gingen steil nach oben, insbesondere die der Holz-, Soja- und Bergbauindustrie – also derjenigen, die am tiefsten in die Tötung von Indigenen und Umwelt-Aktivist*innen verwickelt sind (3).

Bolsonaro ist nicht alleine: Rechte und rechtsradikale Präsidenten der Welt (USA, Chile, Ungarn, Israel, …) haben ihm sofort gratuliert. Auch müssen wir uns überlegen, wie es dazu kommen konnte, dass 55 % der brasilianischen Bevölkerung ihn gewählt haben (4). Seine sehr starke Unterstützung durch die evangelikalen Kirchen, seine vorgespielte Anti-Politik in Form eines knallharten Populismus und der massiven Verwendung von Sozialen Medien haben zu seinem Erfolg beigetragen. Die Korruptionsskandale der Lula-Linken, die es während all der Jahre an der Macht nicht geschafft hat, Grundsätzliches zu verändern und soziale Bewegungen sogar massiv kriminalisiert hat, sowie die Einmischung durch Regierungen und Firmen, die hoffen, dadurch an die Ressourcen Brasiliens zu kommen, haben ihr übriges getan.

Im Rahmen eines Aktionstags am 07.12.2018 rufen wir dazu auf Kundgebungen vor brasilianischen Konsulaten und Botschaften, sowie Filialen der Deutschen Bank und anderen in diese faschistische Agenda verwickelten Kompliz*innen abzuhalten und aktiv zu werden. Wir wollen damit ein Zeichen gegen Neofaschismus setzen. Unsere Solidarität gilt der brasilianischen Zivilgesellschaft, der jetzt noch schwerere Jahre bevorstehen! Wer durch diese Umstände bald aus Brasilien fliehen muss, soll sich nach eigenem Wunsch überall hinbegeben können, ohne durch irgendwelche imaginierten nationalen Grenzen, Gesetze oder nicht anerkannten Status davon abgehalten oder diskriminiert zu werden.

Wichtig für uns als Anarchist*innen ist im besonderen auch, dass unsere eigenen Gefährt*innen ebenso in konkreter Lebensgefahr schweben, sollte die Diktatur nicht abgewendet werden können. In Brasilien gibt es eine umtriebige stark ausdifferenzierte anarchistische Bewegung, welche sich nun in vorderster Front im Kampf gegen die aufkommende faschistische Diktatur befindet. Lasst uns unsere Gefährt*innen nicht vergessen, üben wir grenzenlose Solidarität, zeigen wir ihnen, dass sie nicht alleine sind!

Ele não!*

Alle zusammen gegen den Faschismus! Nieder mit der aufkommenden faschistischen Diktatur in Brasilien!

(1) jovempanfm.uol.com.br/panico/defensor-d…
(2) twitter.com/DeutscheBankAG/status/10481…
(3) https://latina-press.com/news/255894-die-maerkte-feiern-den-sieg-von-jair-bolsonaro/
(4) https://latina-press.com/news/255416-jair-bolsonaro-gewinnt-praesidentschaftswahlen-in-brasilien-mit-grossem-vorsprung/
*brasilianisch/portugisisch für “Er nicht!”, Parole gegen Bolsonaro.

Kundgebungen:

  • Düsseldorf – 07.12.2018, 12 Uhr Kundgebung vor dem Honorarkonsul Brasiliens, Prinz-Georg-Str. 91, 40479 Düsseldorf
  • Stuttgart – 07.12.2018, 17 Uhr Kundgebung vor dem Honorarkonsul Brasiliens, Am Hauptbahnhof 2, 70173 Stuttgart
  • Frankfurt – 07.12.2018, 10 Uhr Kundgebung vor dem Generalkonsulat – Hansaallee 32, 60322 Frankfurt am Main

Website der FdA zum Aktionstag.

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Verboten! Broschüre zur Kriminalisierung von Indymedia linksunten

Die Rote Hilfe hat eine lesenswerte 24-seitige Broschüre zum Verbot von linksunten (1, 2, 3, 4) veröffentlicht. Nicht nur die Rote Hilfe selbst legt ihre Sicht der Dinge dar, sondern auch die Anwält*innen der Betroffenen der Repression und die Betroffenen selbst. Unten auf jeder Seite befindet sich eine Zeitleiste, die die Chronologie der Bespitzelung und Repression aufzeigt.

Bestellen könnt ihr die Broschüre gegen Portokosten beim Literaturvertrieb der Roten Hilfe. Gleich lesen und herunterladen könnt ihr sie hier.

Und immer noch braucht es viel Geld, um der Repression auch juristisch begegnen zu können. Spendet eure Kohle an:

Empfänger: Rote Hilfe OG Stuttgart
IBAN: DE66 4306 0967 4007 2383 13
BIC: GENODEM1GLS
Stichwort: linksunten
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Anquatschversuch durch den Verfassungsschutz in Offenburg

Heute kurz vor 20 Uhr wurde ein Angehöriger der linken Szene auf dem Weg von der Arbeit nach Hause am Offenburger Hauptbahnhof von einer ihm unbekannten Person mit seinem Vornamen in akzentfreiem Deutsch angesprochen. Diese stellte sich duzend als Frank vor und sagte, sie würden sich von früher kennen. Gleich darauf outete „Frank“ sich als Mitarbeiter des Verfassungsschutzes.

Der Linke brach daraufhin das Gespräch ab. „Frank“ gab aber nicht sofort auf, sondern brachte den G20-Gipfel in Hamburg 2017 zur Sprache. Der Linke bekräftigte auf’s Neue das Ende des Gesprächs und ging seiner Wege. „Frank“ blieb zurück.

„Frank“ sah wie folgt aus:

Ca. 165 cm groß und schlank
Gepflegter, kurzer Vollbart
Dunkle Haare
Rote Baseball-Cap
Moderne Brille mit schwarzem Gestell
Grüne, bloussonartige Jacke
Person Of Color (der Angesprochene hatte den Eindruck, dass „Frank“ afrikanischstämmig sei.)

Geheimdienste auflösen!
James Bond auf’s Maul!

[gefunden auf Indymedia]

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2000 gegen nationalistische und rassistische Hetze in Karlsruhe

Über 2000 Menschen folgten dem Aufruf des Antirassistischen Netzwerks Baden-Württemberg zur landesweiten Demonstration „Gegen nationalistische und rassistische Hetze! Stoppt den Wettlauf zur Ausgrenzung und Entrechtung! Gleiche Rechte und ein gutes Leben für Alle!“ in Karlsruhe. Es hatten mehr als 90 Gruppen und Einzelpersonen unterzeichnet, um ein deutliches Zeichen gegen den europaweiten Rechtsruck und das Erstarken rassistischer Parteien und Organisationen zu setzen.

Die faschistische AfD sitzt in nahezu allen Landesparlamenten und im deutschen Bundestag, auf den Straßen tobt der rassistische Mob, Nazi-Graffitis prangen an immer mehr Wänden, im Netz überbieten sich besorgte Bürger*innen im Wettstreit um das menschenfeindlichste Posting und die europäischen Regierungen schieben ab, was das Zeug hält.

Zeit für mehr Solidarität mit Geflüchteten, Zeit für „Wir haben die Schnauze voll von eurem Rassismus und euren menschenverachtenden Gesetzen und Grenzen!“, Zeit für große Demos auf unseren Straßen!

Zeitgleich mit #unteilbar in Berlin und anderen Demos rief das Antirassistische Netzwerk Baden-Württemberg mit vielen anderen unter dem Motto „Gegen nationalistische und rassistische Hetze! Stoppt den Wettlauf zur Ausgrenzung und Entrechtung! Gleiche Rechte und ein gutes Leben für Alle!“ nach Karlsruhe und über 2000 Menschen aus allen halbwegs linken Richtungen kamen und trugen ihre Wut auf den Status Quo in Deutschland und der EU in die Straßen. Es war eine bunte und laute Demo, die sich am gestrigen Samstag ihren Weg durch die Karlsruher Innenstadt bahnte: Unzählige Transparente, Schilder, Fahnen, Flyer, Zeitungen, Parolen, Musikgruppen und zwei Lautsprecherwagen machten klar, dass wir eine ganz andere Welt wollen. Diese Welt ist nicht geteilt durch Grenzen, die von Armeen und Bullen bewacht werden. Diese Welt gewährt allen Menschen Bewegungsfreiheit. Diese Welt ist befreit von nationalistischen Denkmustern. Diese Welt kennt keine Hautfarben und schon gar keinen Rassismus. In dieser Welt leben wir alle solidarisch und frei miteinander und konkurrieren nicht um Arbeitsplätze, die uns alle kaputt machen.

Der Auftakt der Demo fand vor dem Karlsruher Hauptbahnhof bei schönstem Sonnenschein statt. Vertreter*innen von Aktion Bleiberecht Freiburg, dem Forum Asyl Pforzheim, dem Flüchtlingsrat Baden-Württemberg, von Refugees for Refugees und United Refugees Rights Movement e.V. hielten Reden. Sie berichteten aus ihrer Arbeit, von der unrühmlichen Vorreiterrolle Karlsruhes bei der Einrichtung der ersten Sammellager für Geflüchtete in den 1980er Jahren, von der massiven Ausgrenzung der Roma und Sinti sowohl in ihren Herkunftsländern wie auch hier in Deutschland, vom unmenschlichen Abschiebeknast in Pforzheim und ihren eigenen Erfahrungen als Geflüchtete mit deutschen Behörden.
Die Bekanntmachung der Demo-Orga, dass Parteifahnen nichts im vordern Teil der Demo zu suchen hätten, stieß nicht bei allen auf Zustimmung (neben vielen Die Linke-Anhänger*innen mit ihren Fahnen, waren sogar JuSos und SPDler*innen am Start…). Ich und viele andere fanden das hingegen knorke.

Im Anschluss zog die Demo lautstark durch die gut besuchte Innenstadt von Karlsruhe. Am Ludwigsplatz fand eine kurze Zwischenkundgebung statt, bevor es dann sogar kurz in die wegen dem Stadtfest völlig überfüllte Fußgänger*innenzone ging. Die Abschlusskundgebung fand auf dem Kronenplatz statt. Hier hielten Vertreter*innen der GEW, der Partei Die Linke, von Solidarity City Freiburg und des Offenen Antirassistischen Treffens Karlsruhe Reden. Als über Mikrofon durchgegeben wurde, dass in Berlin über 150 000 Menschen auf der Straße waren (inzwischen steht fest, dass es wohl über 240 000 waren), brandete ungläubiger Applaus auf.

Die Bullen hielten sich angenehm zurück und waren meist nur in Dreiergruppen wahrnehmbar (die hätten dann auch noch zu hause bleiben können…).
Auffällig waren die vielen negativen Kommentare gegen die Demo von Passant*innen: Sie nahmen kein Blatt vor den Mund, um ihren Unmut gegen die linksgrünversifften Gutmenschen kundzutun. Von Kopfschütteln, über rassistische, homophobe, sexistische Zurufe bis hin zu „Macht den Fahrradweg frei, ihr scheiß Kommunisten!“ war alles dabei. Wer bisher nur im Netz pöbelte, tut dies nun scheinbar auch auf der Straße, legitimiert und ermuntert durch den Aufstieg der AfD und Konsorten. Zum Glück wurde ihnen oft aus der Demo heraus Paroli geboten.

Bleibt zu hoffen, dass der Schwung von gestern sich auf den (politischen und privaten) Alltag überträgt: Eine Demo reicht nicht. Wir alle müssen uns radikaler positionieren. Unterstützt ganz konkret Geflüchtete in eurer Nachbarschaft, in eurer Gemeinde, in eurem Kiez, in eurer Stadt. Wehrt euch gegen rassistische Hetze. Macht den Mund auf, wenn die AfD in Gesprächen gelobt wird. Organisiert euch in politischen Gruppen, die sich für eine Welt ohne Grenzen und Nationen einsetzen.

Wer bleiben will, soll bleiben.
Wer kommen will, soll kommen.
No Border, no Nation.

Für die Anarchie.

[Bilder zum Anschauen anklicken.]

Nachtrag (16.10.2018): Lest auch die Artikel zu Demo vom Antirassistischen Netzwerk Baden-Württemberg und von der Libertären Gruppe Karlsruhe.

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Das Anarchist Black Cross-Netzwerk wächst: ABC-Gruppe im Südwesten gegründet

Auf Indymedia erschien gestern ein Artikel, in dem sich die neu gegründete Anarchist Black Cross-Gruppe Südwest vorstellt.  So neu sind sie nun auch wieder nicht, es gibt sie schon seit einigen Wochen, ich war aber so tief im Sommerloch verschwunden, dass die Gründung total an mir vorüber ging…

Ich freue mich, dass sich in dieser Hinsicht hier im Südwesten etwas tut und dokumentiere hier ihre Gründungserklärung:

 

Hallo Welt.

Hier spricht das ABC-Südwest. Hiermit möchten wir uns als neu gegründete Anarchist Black Cross Gruppe (ABC) für den Raum Baden-Württemberg inkl. die angrenzenden Gebiete vorstellen. Ziele des ABC sind Solidarität mit Gefangenen und Betroffenen von Repression zu zeigen, Betroffene und solidarische Menschen zu vernetzen und Unterstützung anzubieten. Darunter fällt die solidarische Prozessbegleitung und -beobachtung, damit Fälle von Repression und Gewalt an die Öffentlichkeit gebracht werden und betroffene Menschen nicht alleine kämpfen müssen. In diesem Rahmen werden auf unserer Homepage regelmäßig Berichte zu aktuellen Prozessen veröffentlicht. Wir wollen eine Liste von Gefangenen in der Region erstellen, mit Euch Briefe an diese schreiben und Solidarität praktisch werden lassen.

Es geht auch darum, über die reine Berichterstattung hinauszugehen, und die Ursachen für Gefangenschaft und Repression zu kritisieren und anzugreifen, nämlich Staat, Grenzen, Polizeigewalt, Justiz und das Strafvollzugsystem.

Das ABC möchte Informationen, Austausch und Vernetzung zur Selbstverteidigung und Selbstermächtigung bieten. Die Website soll als Infoplattform dienen, wo ihr Texte und Berichte zur Veröffentlichung beitragen könnt, eine Linksammlung und weiteres Material wie Zines zu finden sind, und der Rahmen für generellen Erfahrungsaustausch geschaffen wird. Dadurch entsteht auf lange Sicht aus den gesammelten Inhalten ein Archiv, mit dessen Hilfe unter Anderem Entwicklungstendenzen der Repressionswege sowie ihre Gegenmaßnahmen nachvollziehbar werden. Um einen Überblick über die aktuell laufende Repression zu entwickeln, wollen wir eine Chronik der Repression und Solidarität erstellen. Dazu brauchen wir Eure Unterstützung, schickt uns (verschlüsselt) Infos zu Prozessen, Polizeiaktionen, Gefangenen, Soliaktionen und so weiter.

Ein weiterer wichtiger Punkt dabei ist die Dokumentation und Kritik der momentan immer weiter zunehmenden Militarisierung von Polizei, Staat und Konzerne, sowie gesteigerte Überwachungsmaßnahmen, legalisiert durch verschärfte Polizeigesetze, gerechtfertigt unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung und unterstützt durch die Erschaffung von Feindbildern.

Wir wollen kein Anti-Rep Dienstleister sein, sondern mit Euch gemeinsam gegen Repression kämpfen. Das ABC Südwest versteht sich als horizontale, antiautoritäre Gruppe. Derzeit befinden wir uns noch im Aufbau und müssen uns erst mal selbst strukturieren, bevor wir uns weiteren Menschen öffnen. Schön wäre es sich lokal und international zu vernetzen. Daher freuen wir uns über Weiterverbreitung unserer Seite, Infos und Tipps, schaut auf unsere Seite, dort findet ihr im Download Bereich Poster zum selber drucken und verbreiten.

Spread the word!

Knäste zu Baulücken!

 

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Schadenfreude…

… ist ganz entgegen der doofen Redensart nicht meine schönste Freude.

Aber heute, Mittwoch, am 27.06.2018, seit ca. 18 Uhr mach ich mal eine kleine Ausnahme und schadenfreu mich riesig, dass all die deutschlandbesoffenen Menschen einen Dämpfer verpasst bekommen haben. Ihr könnt eure drei hässlichen Farben wieder einpacken. Und eingepackt lassen.

Nationalismus nervt.
Nationalismus grenzt aus.
Nationalismus tötet.

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Über ein Jahr barrikade .info

Sei ca. 14 Monaten gibt es nun die linksradikale Plattform barrikade.info. Auf ihr veröffentlichen Menschen und Gruppen Texte, Aufrufe, Berichte, Termine usw. zu unterschiedlichsten Themen der radikalen Linken.

Als am 25.08.2017 meine Lieblingswebsite linksunten.indymedia.org vom damaligen deutschen Innenminister Thomas de Maizière verboten wurde, gab es barrikade.info schon seit ca. fünf Monaten und ich hatte keine Ahnung davon. Ich ging bald darauf dazu über, meine Artikel auch dort zu posten (1, 2, 3, 4) nachdem ich auch wieder das altehrwürdige Indymedia Deutschland zu nutzen begann.

Das Handling von barrikade.info ist gewöhnungsbedürftig, aber das nette Moderationskollektiv steht den Poster*innen mit Rat und Tat per Email und Nachrichtenfunktion in der internen Redaktions-Seite zur Seite.

barrikade.info deckt hauptsächlich den deutschsprachigen Teil der Schweiz ab ganz nach dem Motto „Aus der Region. Für die Revolution.“. Dennoch werden schon immer und seit dem Verbot von linksunten immer mehr Artikel von überall her veröffentlicht. Diese landen dann z.B. unter „Globale Infos“ oder in „Analyse

Das Moderationskollektiv hat einen Artikel zum einjährigen Bestehen veröffentlicht und gleich hinterher eine Anleitung zum Veröffentlichen auf barrikade.info.

Also, postet eure Artikel auch fleißig auf barrikade.info.
linksunten.indymedia.org ist tot – es lebe barrikade.info!

Wir sehn uns auf den Barrikaden!

 

 

 

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Zu Efail und verschlüsselter Email-Kommunikation

Viel wurde in den letzten Tagen zum angeblichen Versagen der Verschlüsselungstechniken OpenPGP und S/MIME geschrieben und mindestens genauso viel davon war falsch, halbwahr oder schiere Panikmache. Weder sind die Verschlüsselungstechniken fehlerhaft noch sind sie geknackt. Sie sind immer noch sicher und ungeknackt.

Scheinbar aber lässt es eine mangelhafte Einbindung von OpenPGP und S/MIME in (nahezu alle) Email-Clients (aka Thunderbird, Outlook,…) zu, dass über einen fiesen Sidekick verschlüsselte Emails im Klarttext bei den Angreifer*innen ankommen.

Die technischen Hintergründe dazu sind mir viel zu hoch, das wichtige für uns als Aktivist*innen ist aber, dass wir diesen Sidekick relativ gut abwehren können, indem wir drei Dinge beachten (gilt nur für die Verwendung von Thunderbird in debian-gnu/linux-basierten Betriebsystemen, habe keine Lust mich mit Windows, Apple und Android zu beschäftigen):

1. verwendet die aktuellste Version des Thunderbird-Addons Enigmail (es verbindet Thunderbird mit GnuPG und ermöglicht so das verschlüsselte Kommunizieren per Email). Sie ist die Tage veröffentlicht worden und sie lautet 2.04. Ich habe das so getan: Die alte Version in den Thunderbird-Erweiterungen deaktiviert und dann die neue Version über die Add-on-Verwaltung installiert.

2. lasst euch von eurem Thunderbird die Nachrichteninhalte nur im Reintext und auf keinen Fall in HTML-Form anzeigen. Das könnt ihr im Reiter „Ansicht“ unter „Nachrichteninhalt“ einstellen. Einfach ein Häkchen bei „Reintext“ setzen.

3. lasst auf keinen Fall externe Bilder in eintreffenden Mails zu. Dies könnt ihr in den Einstellungen nachschauen. Dort klickt ihr auf “Datenschutz”. Wenn dort bei “externe Inhalte in Nachrichten erlauben” KEIN Häkchen ist, ist das gut. Falls dort ein Häkchen ist, klickt es weg. Mehr zu externen Inhalten erfahrt ihr, wenn ihr den dortigen Link anklickt.

Also: Immer brav weiterhin eure Emails verschlüsseln. Und wie die Autonome Antifa Freiburg in ihrer gestrigen Meldung schrieb: Don’t panic!

Hintergrundinfos findet ihr hier:

Efail:
https://www.efail.de/

Heise:
https://www.heise.de/security/artikel/PGP-und-S-MIME-So-funktioniert-Efail-4048873.html
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Efail-Was-Sie-jetzt-beachten-muessen-um-sicher-E-Mails-zu-verschicken-4048988.html
https://www.heise.de/security/meldung/PGP-E-Mail-Verschluesselung-akut-angreifbar-4048489.html

Interview mit dem Hauptentwickler von Enigmail:
https://www.heise.de/security/meldung/Enigmail-Chefentwickler-im-Interview-Efail-Veroeffentlichung-war-unueberlegt-4049783.html

Emailverschlüsselung:
https://emailselfdefense.fsf.org/de/

GnuPG-Infografik

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Wieder mal umzingelt: 40 AfDler*innen, Rechte, Nazis und andere Menschenfeinde versuchen eine Mahnwache in Offenburg

[Lieber spät als nie: Hier ein Bericht zur Antifa-Demo am 2. Mai 2018 in Offenburg]

Es ist schon fast eine liebe Tradition in Offenburg geworden: Alle paar Jahre versuchen Nazis aller Couleur eine Kundgebung, Mahnwache oder Demonstration zu irgendeinem Thema durchzusetzen und kommen doch nie voran, da sie von allen Seiten von einem breiten Bündnis antifaschistischer Menschen umzingelt sind. So sind sie auch wieder am 2. Mai glorreich gescheitert.

Nachdem am Morgen des 28. April eine Frau in Offenburg vergewaltigt wurde, der Täter war wohl ein Mann aus „Zentralafrika“, organisierten 20 Nazis der faschistischen Identitären Bewegung einen Infostand und versuchten ihre rassistische Propaganda unter ihr Volk zu bringen. Die so offensichtliche Vereinnahmung der Vergewaltigung einer Frau durch einen Mann für ihre Hetze gegen Geflüchtete wurde schnell erkannt und über 30 Menschen protestierten spontan dagegen.

Für Mittwoch, den 2. Mai meldete der Verein „Kandel ist überall“ ab 19 Uhr eine Mahnwache vor dem Offenburger Rathaus an und 40 AfDler*innen, Rechte, Nazis und andere Menschenfeinde folgten dem Aufruf. Offensichtliche Anhänger*innen der Identitären Bewegung waren nicht zu sehen. Dafür aber die lokalen AfD-Witzfiguren: Mitglied des Landtags Baden-Württemberg Stefan Räpple, Stadtrat Taras Maygutiak, Bundestagsabgeordneter Thomas Seitz, AfD-Kreisvorstand und Flohmarktorganisator Knut Weißenrieder, Sprecher vom Ortsverband Offenburg/Mittlere Ortenau Gerd Geissler und Beisitzer vom Ortsverband Offenburg/Mittlere Ortenau Antonio Notarianni. Diverse andere Gesichter kannte mensch von Fotos aus Kandel.
Viel war von der Nazi-Kundgebung nicht zu vernehmen: Zu laut war der Protest dagegen. Über 200 Menschen umgaben nach einer Demo vom Bahnhof durch die Fußgänger*innenzone die von Bullen und ihren Absperrungen geschützten Mittwochs-Feminist*innen und deckten sie mit antifaschistischen und feministischen Parolen ein. Immer wieder wurden über Megafon Reden gehalten. Die Außenwirkung der „Kandel ist überall“-Mahnwache war gleich null.

Um 20 Uhr beendeten die Rechten die Farce und krochen wieder in ihre Löcher. Manche von ihnen krochen aber erstmal ins nahegelegene Parkhaus, wo sie ihre Autos abgestellt hatten. Das entging aufmerksamen Antifaschist*innen natürlich nicht und führte zu einer spontanen Blockade der Ausfahrt. Nach einer halben Stunde wurde diese wieder aufgelöst, die Bullenübermacht war zu groß und die Nazis waren den Tränen nahe.

Wie hieß es doch in einem Aufruf zur Gegendemo:

„Immer wieder tun sich bei solchen Fällen antifeministische, ultrakonservative und rechte Gruppen und Parteien hervor und hetzen
pauschal gegen Menschen, die nach Europa und Deutschland geflüchtet sind, um hier Schutz vor Krieg, Hunger, Armut und Vertreibung zu suchen. Natürlich kritisieren sie nicht Sexismus und Patriarchat, natürlich wollen sie die „Keimzelle des Staates“, die Familie, nicht als häufigsten Ort von Gewalt gegen Frauen und Kinder benennen und natürlich sehen wir sie nie am 8. März auf den Straßen, sich lautstark für die Befreiung der Frau positionieren.

Identitäre und andere Nazis stellen sich nur dann auf die Seite der Frau, wenn es sich aus ihrer Sicht für ihre rassistischen und faschistischen Ansichten ausschlachten lässt wie zuletzt in Kandel. Dem gehen weder wir noch andere emanzipatorische Menschen auf den Leim.“

Eine Spontandemo zurück zum Bahnhof rundete diesen antifaschistischen 2. Mai gelungen ab.

In diesem Sinne:

Rassismus und Sexismus bekämpfen!
AfD und andere Nazis bekämpfen!
Für die befreite Gesellschaft!

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Kuba: Anarchist*innen eröffnen ABRA (Soziales Zentrum & Anarchistische Bibliothek) in Havanna

Im Jahr 2016 haben wir uns als FdA an einer Spendenkampagne beteiligt, die zum Ziel hatte, Geld für den Kauf eines Gebäudes in Kuba zusammenzubekommen. Die Föderation leistete schließlich einen bedeutenden Beitrag dazu.

Nachdem den Genoss*innen in Kuba der Kauf eines Objekts in der Hauptstadt Havanna gelang, ist es nun (am Samstag, 5.5.2018) endlich soweit: Das Zentrum ABRA (Soziales Zentrum und Libertäre Bibliothek) öffnet feierlich seine Tore. Die Genoss*innen vor Ort bitten um größtmögliche Verbreitung, ein Wunsch, dem wir nur allzugerne nachkommen. Und wir rufen euch auf, es uns gleichzutun.

Im Folgenden dokumentieren wir den Text zur Eröffnung (in eigener Übersetzung):

[Text in english | en español weiter unten]

Diesen 5. Mai 2018 beginnt mit der Eröffnung des ABRA, des “Centro Social y Biblioteca Libertaria” (Soziales Zentrum und Libertäre Bibliothek), für eine Gruppe von Kubaner*innen eine neue Etappe im Prozess der eigenen Emanzipierung.

Mit diesem Projekt möchte das Kollektiv “Taller Libertario Alfredo López” (eine 2012 entstandene, anarchistische, antiautoritäre und antikapitalistische Initiative, die Mitglied der Anarchistischen Föderation in Mittelamerika und der Karibik, FACC, ist) in enger und lebhafter Kooperation mit befreundeten Kollektiven, wie dem “Observatorio Crítico Cubano”, “Guardabosques” sowie einigen anderen Individuen, einen dauerhaften und autonomen Raum im heutigen Kuba zu schaffen.

Einen Ort, um Erfahrungen und Praktiken zu fördern, die unabhängig sind von jedweder Regierung (ob in- oder ausländisch) bzw. von jedweden Institutionen, die Regierungen repräsentieren. Dieser Ort soll darauf beruhen, was die Teilnehmenden selbst mit einbringen. Mit ABRA möchten wir eine Praxis in den Mittelpunkt stellen, die mittels prefigurativer Praktiken die Gesellschaft, die wir uns erträumen, bereits jetzt vorwegnimmt. Zugleich geht es uns um eine Praxis, die im Einklang mit der Natur steht. Konkret bedeutet dies ein Minimum an Konsum mit einem Maximum an eigenen, nicht umweltschädlichen Lösungen.

Dieses neue Projekt ist in seinem Kern antikapitalistisch ausgerichtet, da der Kapitalismus Beziehungen zwischen Personen fördert, die auf dem Gedanken der Nützlichkeit, der Herrschaft, der Konkurrenz und des Profits basieren, also all das, was eben nicht zu der Gesellschaft führt, die wir anstreben. Gestützt werden all diese negativen Erscheinungen von Staaten, Firmen und Unternehmen, die die Welt und unser Land beherrschen und ausplündern. Daher begreift sich das Soziale Zentrum als Opposition zu all diesen Konglomeraten und ihren Praktiken.

Andererseits ist jedoch klar, dass die Emanzipation nicht möglich ist, ohne Teil der uns umgebenden Gemeinschaften zu sein. Daher existiert ABRA neben und inmitten der Gemeinschaften, und ist dadurch ebenso von der Unterdrückung betroffen, die sie erleiden, wie von den Siegen, die sie in ihrem Kampf erringen. Gleichzeitig beteiligt sich das Projekt auch an unterschiedlichsten Widerstandsdynamiken und der Schaffung neuer Affinitätsgruppen, denen wir ebenfalls Platz in unserem Zentrum und in unseren Projekten einräumen. ABRA möchte all jenen Freundeskreisen, Personen oder Affinitätsgruppen einen Raum bieten, die sich nicht auf den eng gesetzten Rahmen von Regierung & Opposition beschränken, sondern mittels der direkten Aktion und ohne Vermittlungsinstanz die diversen Fragen des alltäglichen Lebens und die Erschaffung von Neuem in allen Sphären der Realität in Angriff nehmen.

Dieser Ort positioniert sich aktiv gegen jede Diskriminierung nach Hautfarbe, ethnischer Herkunft, Geschlecht, Sexualität, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, Territorium, Bildungsniveau, ökonomischem Status und allem, was sich gegen die Würde der Menschen richtet. Außerdem erkennen wir die Pluralität von Meinungen (politischen, ideologischen, moralischen etc.) an, ohne unsere eigenen aufzugeben.

ABRA bietet Raum für den Austausch inmitten einer kommerzialisierten und überwachten Stadt und möchte ein Ort der lokalen, nationalen und internationalen Gegeninformation sein, der autodidaktischen Bildung, der Gedenken, der Feiern und Begegnungen; ein Versuch, die prekäre gegenkulturelle Szene und produktive Autonomie, die in Havanna und Kuba existiert, zu fördern.

Das Soziale Zentrum konstituiert sich als ein Ort der sozialen, horizontalen Kommunikation, um jenen nationalen und internationalen Erfahrungen eine Stimme zu geben, die für die hegemonialen Institutionen nicht von Interesse sind, aber zu einer antiautoritären und emanzipatorischen Perspektive beitragen, die jedoch für jene von uns von Interesse ist, die in Kuba kämpfen.

Mittel und Zweck stehen hier nicht im Widerspruch: Wichtigste Merkmale sind dabei die Horizontalität, die persönliche Freiheit und die aktive Teilnahme auf Grundlage der direkten Aktion.

English

This 5th May begins a new stage in the process of emancipation for a group of Cubans with the opening of ABRA: “Centro Social y Biblioteca Libertaria” (Social Centre and Libertarian Library).

With this project the group “Taller Libertario Alfredo López” (a 2012 established, anarchist, antiauthoritarian and anticapitalist initiative, member of the Anarchist Federation of Central America and the Carribean, FACC), in vital cooperation with collectives like the “Observatorio Crítico Cubano”, “Guardabosques” and other individuals, wants to establish an autonomous and sustainable space in present Cuba.

A space to support experiences and practices which are independent of any kind of government (national or international) and any kind of institutions which represent governments. A space which is based on what its participants contribute to it. With ABRA we want to focus on a practice which tries to anticipate the society we dream of with prefigurative means. At the same time we want a practice which is in accord with nature. Specifically this means a minimum of consumption with a maximum of own, environmentally friendly solutions.

This new project is oriented anticapitalist, because capitalism supports relations within people which are based on the ideas of utility, domination, competition and profit, all which does not lead to the kind of society we strive for. All these negative phenomenons are supporese ted by states, businesses and companies which dominate and plunder our land. Therefore the Social Centre understands itself in opposition to all the aforementioned.

On the other hand it is clear that emancipation is not possible without being part of the communities surrounding us. Therefore ABRA exists next to and in the middle of the communities and is therefore likewise affected by the oppression they suffer as well as the victories they win with their struggles. At the same time the project participates in various resistance dynamics and the creation of new affinity groups for which we also grant space in our centre and our projects. ABRA wants to offer space for all those circles of friends, persons and affinity groups which do not limit themselves to the tiny framework of government and opposition, but who, with means of direct action, tackle the diverse questions of everyday life and commit themselves to the creation of new things in all spheres of reality.

This space actively positions against any discrimination based on race, ethnic background, gender, sexual orientation, gender identity, territory, level of education, economic status and all which is directed against the dignity of the people. Besides, we recognize the diversity of opinions (political, ideological, moral etc.) without giving up our own.

ABRA offers a space for exchange in the middle of a commercialized and supervised city and wants to be a place of local, national and international counter-information, a place of self organized education, of remembrance, of parties and encounters; an attempt to support the precarious counter-cultural scene and the productive autonomy which exists in Havana and whole Cuba.

The Social Centre constitutes itself as a place for social, horizontal communication, to give a voice to all those national and international experiences which are not of any interest for the hegemonic institutions, but which contribute to an anti-authoritarian and emancipatory perspective which is of interest for those of us fighting in Cuba.

Means and ends do not contradict each other here: the most important characteristics are horizontality, personal freedom and active engagement based on direct ation.

En español

Desde Cuba se inicia este 5 de mayo de 2018 una nueva etapa en el proceso autoemancipatorio de un grupo de cubanos y cubanas, con la apertura de ABRA: Centro Social y Biblioteca Libertaria.

Este empeño del Taller Libertario Alfredo López (iniciativa anarquista, anti-autoritaria y anticapitalista surgida en 2012, que forma parte de la Federación Anarquista del Caribe y Centroamérica), con el efectivo y vital involucramiento de colectivos afines como Observatorio Crítico Cubano, Guardabosques, así como algunas otras energías individuales; intenta construir un espacio autónomo y sostenible en la Cuba de hoy.

Un espacio para promover experiencias y prácticas independientes de cualquier gobierno foráneo o nacional, o instituciones que los representen, centrado en las capacidades de quienes se involucren. Desde ABRA se insistirá en una práctica que prefigure el tipo de sociabilidad que soñamos, y en un tipo de relacionamiento amigable con el medioambiente, que se traduce en un mínimo de consumo con un máximo de soluciones propias no contaminantes.

Este nuevo empeño es esencialmente anticapitalista, pues el capitalismo promueve un tipo de relaciones entre las personas basadas en el utilitarismo, la supremacía, la competencia, la ganancia, todo lo cual no conduce a la sociabilidad que aspiramos. Lo anterior es sostenido por los Estados, las empresas y corporaciones que dominan y depredan al mundo y a nuestro país. Por ello el Centro Social se coloca en las antípodas de todo lo anterior.

Por otra parte, no es posible la emancipación sin formar parte de las comunidades. Es por ello que ABRA existe de cara a ellas y dentro de ellas, no ajena a las opresiones que sufren, ni a las victorias que logran en su lucha. De igual modo se involucra en las dinámicas de resistencia y creación de otros grupos afines, a quienes les damos cabida en nuestro Centro y nuestros proyectos. ABRA pretende aportar un espacio para todas aquellas sociabilidades, personas y grupos de afinidades que no se limitan al estrecho marco del conflicto gobierno-oposición, se plantean el abordaje directo y por cuenta propia de las diversas cuestiones de la vida cotidiana y la creación en todas las esferas de la realidad.

Este espacio se sitúa activamente en contra de las discriminaciones por motivos de raza, origen étnico, género, sexualidad, orientación sexual, identidad de género, territorio, nivel de instrucción, estatus económico, y cualquier otra en contra de la dignidad de las personas. Asimismo, reconoce la pluralidad de pensamientos (políticos, ideológicos, morales, etc.), sin renunciar nunca a ejercer los nuestros.
ABRA se brinda como lugar de confraternización, en medio de una ciudad mercantilizada y vigilada, y ofrece un espacio para la contra-información local, nacional e internacional, la formación autodidacta, conmemoraciones, celebraciones, encuentros; buscando incentivar la precaria escena contracultural, productiva autónoma, existente en La Habana y la región Cuba.

El Centro Social se constituye como espacio de comunicación social horizontal para dar voz a aquellas experiencias nacionales e internacionales que no son de interés para las agencias hegemónicas, pero que tributan a una perspectiva antiautoritaria y emancipatoria que sí interesa a quienes luchamos en Cuba.

Aquí medios y fines no se contradicen: son la horizonalidad, la libertad de la persona, la participación efectiva a partir del involucramiento directo.

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