Call for Papers für die Gai Dao an FLTI* (Frauen*, Lesben*, Trans*, Inter*)

12. lieb doch wen du willst!Liebe Freund*innen, liebe Gefährt*innen,

wie eigentlich immer freut sich die Gai Dao über eure Mitwirkung am Projekt, über Texte, solidarische Kritik oder sonstige Vorschläge.

Für diejenigen unter euch, die sie nicht kennen: Die Gai Dao (chin. „einen anderen Weg gehen“) ist das monatlich als Zeitung erscheinende Sprachrohr der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA). Sie versteht sich als autonomes Projekt, das auch Menschen, Gruppen und Strukturen offensteht, die kein Mitglied der FdA sind, sofern sie die Ideen des Anarchismus und die Prinzipien der FdA unterstützen, gerne auch solidarisch-kritisch.

Es ist aber allgemein aufgefallen, dass es viel seltener Beiträge von FLTI*-Autor*innen gibt. Wir haben dazu keine Studie geführt, denn das Geschlecht ist natürlich nicht am Namen ablesbar und auch sonst ist es nicht wahrscheinlich, dass sich Autor*innen immer outen, wenn der Artikel gerade von einem anderen Thema handelt. Dennoch bleibt dieser Eindruck bestehen.

Beiträge mit anarcha*feministischen oder queerfeminsitischen (oder profeministischen) Inhalten waren zeitweise präsenter – erinnert sei beispielsweise an die Gaidao-Artikelreihe zur Afem 2014. (1) Dennoch wollen wir diese Themenbereiche auch aktuell wieder mehr in der Gaidao vertreten sehen.

„Die [改道] Gǎi Dào ist ein offenes Projekt, dass so vielen Menschen wie möglich offen stehen will und soll.“

Um diesem Anspruch an uns selbst etwas näher zu kommen, wollen wir hiermit explizit FLTI*-Autor*innen ermutigen und auffordern, uns Beiträge zuzuschicken oder sich anderweitig an der Gai Dao zu beteiligen (s.u.). Außerdem wollen wir dazu aufrufen, uns Artikel rund um das Thema (Anarcha*)Feminismus zukommen zu lassen.

Hier (2) findet ihr Anregungen, wie ihr euch genauer einbringen könnt.

Und beachtet bitte die Hinweise zum Einreichen von Artikeln. (3)

Solidarische Grüße
Euer Gai Dao – Redaktionskollektiv

(1) https://fda-ifa.org/artikelreihe-zur-afem-2014/

(2) https://fda-ifa.org/gaidao/mitmachen/

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AfD – Not welcome in Kehl

300 Menschen protestierten am heutigen Samstag gegen die rassistische AfD und ihren Landesparteitag in der Kehler Stadthalle. Ein großes Bullenaufgebot und weiträumige Absperrungen ermöglichten einen fast ungestörten Beginn der zweitägigen Veranstaltung, die eine Art Heimspiel für die AfD war: Der Bundesvorsitzende Jörg Meuthen ist auf Eis gelegter Professor für Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft an der Hochschule Kehl und AfD-Rechtsaußen Stefan Räpple ist der Kehler Landtagsabgeordnete.

Die rechte Partei AfD sitzt seit der Landtagswahl im März 2016 mit 23 Abgeordneten im Stuttgarter Landtag. Sie erhielt 15,1 % der gültigen Stimmen. Doch nicht nur in Baden-Württemberg hat sie den Einzug in den Landtag geschafft: Ebenfalls ist sie in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in den Landesparlamenten vertreten. Das nächste Etappenziel der Rassist*innen ist der Einzug in den Bundestag bei den Wahlen im Herbst 2017. So ist der Hauptpunkt des Wochenendes in Kehl die Festlegung der Reihenfolge der Kandidat*innen auf der Landesliste für die Bundestagswahlen. Über 600 Parteimitglieder wurden erwartet, von denen sich wahrscheinlich weit über 100 zur Wahl stellen werden. Im Vorfeld gab die AfD bekannt, dass sie keine Presse zulassen würde. Dies wurde nochmal kurz vor Beginn des Parteitags bestätigt.

Über 300 Menschen folgten dem von einem breiten Bündnis getragenen Aufruf und versammelten sich zu früher Morgenstunde bei strömendem Regen vor der von den Bullen massiv abgesperrten Kehler Stadthalle, um die 600 AfD’ler*innen gebührend zu empfangen und ihnen zu zeigen, dass sie und ihre menschenfeindliche Ideologie hier nicht willkommen sind. Laute Sprechchöre und ein enges Spalier begleiteten das Eintrudeln der Antisemit*innen, Rechten, Marktradikalen, Islamophoben, Homophoben und wie mensch sie noch bezeichnen könnte (die AfD ist ein offenes Sammelbecken für Unsympath*innen aus allen Ecken des menschenfeindlichen Spektrums). Immer wieder bejammerten sie bei den Bullen diese unwürdige Situation, der sie ausgesetzt seien. Dennoch konnten sie mehr oder weniger ungehindert die Stadthalle betreten.

Gegen 10 Uhr 30 formierte sich dann auch die angemeldete Demo und zog durch die Kehler Fußgänger*innenzone. Auf dem Marktplatz gab es Redebeiträge  vom lokalen Juso-Vorsitzenden (über den der Rechtsaußen-AfD-Landtagsabgeordnete für Kehl Stefan Räpple auf Twitter schrieb „Diese Typen hat die #Ortenau nicht verdient.“), von einer Einzelperson und dem Offenen Antifatreffen Karlsruhe. Hier wurde recht bald der Dissens darüber deutlich, wie wir mit der AfD umgehen sollen. Der eine forderte den Dialog ein. Der andere schloss eine Diskussion über den Artikel 1 des Grundgesetzes, „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, aus. Der letzte zeigte deutlich die faschistischen Tendenzen innerhalb der AfD und forderte ein, diese mit allen Mitteln zu bekämpfen. Auch in den Reden, den Plakaten und Parolen spiegelte sich die enorme Bandbreite der AfD-Gegner*innen wieder: Von einzelnen CDU-Mitgliedern, Kirchenleuten, Stadtratsmitgliedern über die Frauenliste e.V., Die Linke, SPD hin zu antifaschistischen, anarchistischen, kommunistischen Gruppen und vielen Menschen ohne Schublade war vieles vertreten. Auch aus dem Elsass und der Nachbarmetropole Strasbourg waren zahlreiche Gruppen aus verschiedenen Spektren anwesend. Der kleinste gemeinsame Nenner war: Gegen die AfD und ihre menschenverachtende Politik. In Anbetracht der deutschen Vergangenheit ist es aber vielleicht genau das, was wir im Kampf gegen Rechts brauchen. Auch wenn der Spagat für viele nur schwer auszuhalten ist. Noch viel schwerer auszuhalten wäre eine Bundeskanzlerin Petry, ein Innenminister Höcke und ein Wirtschaftsminister Meuthen.

Teil zwei des Landesparteitages steht an, da jetzt schon abzusehen ist, dass der AfD an diesem Wochenende die Zeit für ihr umfangreiches Programm nicht reichen wird. Am 18. und 19. Februar 2017 wollen sie sich im Esslinger Neckar Forum treffen. Wir werden auch da sein.

Nationalismus ist keine Alternative.
Die AfD und ihre Mitglieder auf allen Ebenen bekämpfen.

[Lest auch das aktuelle, umfangreiche Communiqué der Autonomen Antifa Freiburg dazu.]

[zum Vergrößern/zur Diashow, Fotos anklicken]
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Aufruf zu Protesten gegen den Landesparteitag der AfD in Kehl am 19.11.2016

antifaschistische-aktion-schwarzweissKaum ein Tag vergeht, an dem keine rassistischen Angriffe auf Unterkünfte von Geflüchteten und Migrant*innen stattfinden. Islamfeindliche Übergriffe nehmen zu. Erschreckend viele Menschen nehmen an rassistischen, völkischen und nationalistischen Demonstrationen teil. Pegida und andere Zusammenschlüsse der extremen Rechten hetzen gegen Geflüchtete und Menschen muslimischen Glaubens, gegen nicht heterosexuelle Personen und politische Gegner*innen.

Gleichzeitig fungiert die „Alternative für Deutschland“ (AfD) zunehmend als Sammelbecken und Sprachrohr für rassistische Politik. Die AfD ist vielerorts zum Zentrum der Rechten geworden, es werden Naziparolen verbreitet und es wird gegen Andersdenkende gehetzt. So werden politische Diskurse und das gesellschaftliche Klima nach rechts verschoben. Doch die AfD ist nicht nur wegen ihres offenen Rassismus eine ernsthafte Gefahr. Das Parteiprogramm ist in vielerlei Hinsicht reaktionär. Unter anderem wird ein traditionelles Familienbild propagiert, welches in letzter Konsequenz die Frauen zurück an den Herd drängt. Auch sollen beispielsweise soziale Sicherungssysteme zurückgefahren und Steuern für die Reichen gesenkt werden. Offensichtlich ist das alles nicht im Sinne der gesellschaftlich Benachteiligten, die diese Partei wählen sollen.

Wir wollen am Samstag den 19.11. vor der Stadthalle in Kehl gegen den Landesparteitag der „Alternative“ demonstrieren. Es ist wichtig auf die Straße zu gehen, um zu zeigen, dass wir weder Sexismus, Rassismus, völkischen Nationalismus, Antisemitismus noch die neoliberalen Programme der Rechten hinnehmen werden! Wir rufen dazu auf lautstark und kreativ gegen die AfD zu protestieren.

Treffpunkt ist um 8:30 am Kundgebungsort vor der Stadthalle, anschließend werden wir eine Demonstration durch Kehl durchführen, um mehr Menschen erreichen zu können!
Schließt euch an!
Gemeinsam gegen rechte und reaktionäre Hetze!

Bisherige Unterstützer*innen

AFA (Strasbourg)
Alarm e.V. Offenburg
Alternative libertaire Alsace
Anarchistische Initiative Ortenau
Antifa Ortenau
Antifaschistische Aktion Karlsruhe
Antifaschistische Jugend 76
Antifaschistische Linke Freiburg (IL)
Art Canrobert Rastatt
Autonome Antifa Freiburg
Die Linke BaWü
Die Linke Freiburg
DKP Freiburg
Flüchtlingshilfe Kork
Grüne Jugend Ortenau
Jusos Ortenau
Justice et Libertés* (Collectif de vigilance contre l’extrême droite et pour le respect de l’Etat de Droit)
Le Mouvement des Jeunes Communistes du Bas-Rhin
Linke.SDS
L’Union des Étudiants Communistes de Strasbourg
Offenes Antifatreffen Freiburg
Offenes Antifatreffen Karlsruhe
Piraten Offenburg
Rote Aktion Ortenau
VVN-BdA Ortenau

Zugtreffpunkte:

Karlsruhe HBf: 7 Uhr 04, Ankunft in Offenburg HBf: 7 Uhr 54 Gleis 3, Weiterfahrt nach Kehl 8 Uhr 43

EA-Nummer (ab 8 Uhr 30 besetzt): 0160 – 951 917 27

Aktionskarte

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Offenburg: Solidaritätsdemonstration mit den von der Repression betroffenen Menschen in der Türkei

150 Menschen demonstrierten am heutigen Samstag in der Offenburger Innenstadt in Solidarität mit den Betroffenen der Repressionswelle gegen HDP-Abgeordnete und linke Journalist*innen.

Die Geschichte der staatlichen Repression in der Türkei beginnt nicht erst mit Recep Tayyip Erdoğan. Sie hat eine lange, unheilvolle Tradition. Und genau in dieser Tradition stehen Erdogan und seine Partei, die AKP. Die Entwicklungen der letzten Jahren lassen nichts Gutes hoffen und viele Menschen sehen die Türkei auf dem Weg in eine faschistische Diktatur. Und tatsächlich gibt es dafür Anzeichen: Von der schrittweisen Ausschaltung der parlamentarischen Opposition, der Unterdrückung von Minderheiten, über die Beschneidung bzw. Abschaffung der Pressefreiheit bis hin zur Verschmelzung von Religion und Staat und Gesetzesvorlagen, die Erdoğan die Alleinherrschaft zusichern sollen. Tausende von Menschen wurden allein seit dem Putschversuch am 15. Juli 2016 Opfer der Säuberungen, die auf nichts anderes hinzielen als auf die Gleichschaltung der türkischen Gesellschaft.
Und der deutsche Staat und die jeweilige Regierung ist dabei seit Jahrzehnten ein verlässlicher Partner für den türkischen Staat und die jeweilige Regierung. Waffen und Know-How gehen immer…

In ganz Deutschland fanden Kundgebungen und Demonstrationen statt, die ihre Solidarität mit den von der aktuellen Repressionswelle betroffenen Menschen ausdrückten. Auch in der Offenburger Innenstadt gingen bei Dauerregen 150 Menschen, zum größten Teil aus der ortenauer und auch der Strasbourger kurdischen Community, auf die Straßen. Nur wenige Menschen ohne kurdische Wurzeln beteiligten sich an der Spontandemo. Lautstark Parolen rufend, mit vielen Schildern und Transparenten zogen sie vom Bahnhof durch die Fußgänger*innenzone über das Rathaus zum Lindenplatz, wo die Abschlusskundgebung stattfand. Viele Leute trugen Porträts der inhaftierten Oppositionellen der HDP und riefen ihre Namen. Es wurden mehrere Reden auf Deutsch und Kurdisch gehalten, die nicht nur die Höllenfahrt der AKP kritisierten und sich solidarisch mit den Menschen in der Türkei und Kurdistan erklärten, sondern auch radikal an die Wurzel vielen Übels gingen und die Abschaffung des Kapitalismus forderten.

Kritisch sehe ich den immer noch vorhandenen Personenkult um den seit Jahren inhaftierten Mitgründer der PKK, Abdullah Öcalan, der sich auch in Offenburg z.B. durch Fahnen mit seinem Porträt zeigte. Öcalan selbst lehnt diesen Personenkult in der Zwischenzeit ab (Mehr dazu, zu seiner Entwicklung, die er im Knast machte und der murray-bookchin-inspirierten Idee des Demokratischen Konföderalismsus findet ihr in dem Text „Die neue PKK: Wie eine Soziale Revolution in Kurdistan in Gang gesetzt wird“ in der Gai Dao Nr.46). Völlig absurd wurde es dann, als ich ein Schild mit dem missglückten und inhaltlich völlig falschen Wortspiel „Hitlerdoğan“ sah. Es enthält eine Gleichsetzung von Adolf Hitler und Recep Tayyip Erdoğan, die vielleicht der emotionalen Betroffenheit der*des Schildmaler*in geschuldet ist, aber einem genauen Hinschauen nicht standhält, auch wenn sich die Türkei unter Erdogan in eine faschistische Diktatur zu verwandeln scheint.

Die Demo war ein kleines Zeichen der Solidarität mit den mutigen Menschen in der Türkei.

Freiheit für alle Gefangenen.
AKP-Verbot jetzt!

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Demo in Offenburg: Stoppt die Abschiebungen nach Afghanistan

Über 100 Menschen demonstrierten am gestrigen Samstag in der Offenburger Innenstadt gegen das Rücknahmeabkommen zwischen dem deutschen und afghanischen Staat und die aktuell damit verbundenen abgelehnten Asylanträgen und Abschiebungen.

[Zum Vergrößern/zur Diaschau, Bilder anklicken]

Afghanistan ist seit Jahrzehnten ein von Krieg zerrüttetes Land. Und seit Jahrzehnten flüchten Menschen von dort in die Nachbarländer und auch nach Europa. Verstärkt wurde die Fluchtbewegung durch den NATO-Rachefeldzug gegen die Taliban und Al Quaida nach dem elften September 2001. Ein verheerender Krieg folgte, der das ohnehin schon arme Land immer weiter ins Elend stürzte und immer mehr Menschen zur Flucht zwang.
Auch wenn der eigentliche Krieg nicht lange dauerte, sind die Folgen gravierend und bis heute zu beobachten. Allein im ersten Halbjahr 2015 wurden über 103.000 Menschen in Afghanistan durch bewaffnete Auseinandersetzungen vertrieben. Besonders junge Menschen sehen für sich dort keine Zukunft mehr und verlassen ihre Heimat.

Dennoch hat die Bundesregierung am zweiten Oktober 2016 unter Führung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière beschlossen, dass Afghanistan ein sicheres Land sei: Der deutsche Staat hat mit dem afghanischen Staat ein Rücknahmeabkommen geschlossen. In einem Brief an die Länder hat de Maizière gefordert, das Abkommen „zügig mit Leben zu füllen“.

Doch nicht nur der deutsche Staat will afghanische Menschen in Elend und Krieg abschieben, auch die Europäische Union hat sich vertraglich abgesichert und sich mit dem „Joint Way Forward on migration issues between Afghanistan and the EU“ ein Instrument in die Hand gegeben, das Abschiebungen nach Afghanistan erleichtert.

Es wird wieder kälter in Deutschland, Zeit sich zu bewegen. Und so folgten über 100 Kinder, Männer und Frauen, hauptsächlich aus der afghanischen Community in Offenburg und der Ortenau dem Aufruf zur Demo „Stoppt die Abschiebungen nach Afghanistan“. Initiiert und organisiert wurde sie von afghanischen Geflüchteten.
Vom Bahnhof zog die Demo über den Wochenmarkt und erreichte so eine gute Außenwirkung. Dazu trugen auch die unablässig gerufenen Forderungen und Parolen und die über Megafon verlesenen Reden bei. Immer wieder schlossen sich dem Demozug spontan Menschen an. Vereinzelt konnten rassistische Statements vernommen werden.
Am Rathaus fand vor großem „Publikum“ die Abschlusskundgebung statt. Hier wurden weitere Reden verlesen.

Die Demo war sehr kurzfristig angesetzt, nur spärlich beworben und nur eine handvoll solidarische Menschen aus der anarchistischen Szene und dem Umfeld des Linken Zentrums R12 beteiligten sich. Für eventuelle weitere Aktionen wurden Kontakte geknüpft und Unterstützung angeboten.

Wer bleiben will, soll bleiben.
Wer kommen will, soll kommen.
No border, no nation.
Für die Anarchie.

Links:
Abschiebungen nach Afghanistan
„Joint Way Forward on migration issues between Afghanistan and the EU“ (PDF)
Im ersten Halbjahr 2015 wurden rund 103.000 Menschen in Afghanistan durch bewaffnete Auseinandersetzungen vertrieben.

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80 Jahre Spanischer Bürgerkrieg und Soziale Revolution – Ausstellung “Pueblo en armas”, Vorträge, Diskussionen und Filme

[die aio gibt mal wieder gas mit einer veranstaltungsreihe samt ausstellung. diesmal zum thema „80 jahre spanischer bürgerkrieg und soziale revolution“. zwei monate, vernissage, vorträge, diskussionen, filme, chor, finissage (wenn wir glück haben, kommt noch ein referent samt vortrag über die mujeres libres dazu)…das artet ja in arbeit aus!]

80-jahre-Spanischer-Bürgerkrieg-und-Soziale-Revolution-PlakatAusstellung “Pueblo en armas”, Vorträge, Diskussionen und Filme: 80 Jahre Spanischer Bürgerkrieg und Soziale Revolution

“Hier, in unserem Herzen, tragen wir eine neue Welt. Jetzt, in diesem Augenblick, wächst diese Welt.”
Buenaventura Durruti (1896 – 1936)

Dass vor 80 Jahren, im Juli 1936, in Spanien ein Bürgerkrieg ausbrach, der in die Jahrzehnte währende faschistische Diktatur unter Franco mündete, wissen viele Menschen. Dass sich parallel dazu eine Soziale Revolution ereignete, ist hingegen den wenigsten bekannt. Millionen Menschen agitierten, kämpften und arbeiteten für eine befreite Gesellschaft: Befreit von der Herrschaft der Kirche, des Militärs, der Regierung und des Kapitals.

Wir wollen mit der Ausstellung, den Vorträgen und den Filmen genauer hinschauen: Wie kam es zum Bürgerkrieg? Wie kam es, dass gerade in Spanien Millionen Menschen von anarchistischen Ideen und Theorien begeistert waren und diese in großen Teilen des Landes in die Praxis umsetzten? Und können wir aus der Betrachtung der Vergangenheit etwas für heute und morgen lernen?

Wir laden euch ein zu einer interessanten, ausführlichen Ausstellung, zwei ein- und weiterführenden Vorträgen und Diskussionen und drei Filmabenden.

Montag, 03.10.2016, 18 Uhr Vernissage der Ausstellung “pueblo en armas” (Volk in Waffen). Musikalisch untermalt vom Arbeiter*innenchor Achern-Bühl (ACAB).

Die Ausstellung „Pueblo en armas“ der gleichnamigen Autor*innengruppe gibt auf 21 Bild- und Texttafeln einen Einblick in die Geschichte des Widerstandes gegen den Franco-Faschismus in Spanien von 1936 bis 1939.  In dieser Zeit entstanden zahlreiche politische Plakate von hohem künstlerischen Wert, von denen eine Auswahl die Ausstellung bereichert. Sie sind bis heute beispielgebend und teilweise stilprägend für linke und anarchistische Plakatkunst.

Öffnungszeiten der Ausstellung vom 05.10. bis zum 23.11.2016:
Montag 09 bis 12 Uhr
Mittwoch 18 bis 21 Uhr
Samstag 11 bis 16 Uhr

Dienstag, 04.10.2016, 19:30 Uhr Vortrag “Die Utopie leben! Der kurze Sommer der Anarchie 1936”

Trotz Faschismus, trotz Stalinismus und Bürgerkrieg setzten die Anarchist*innen ihre Utopie einer solidarischen und freien Gesellschaft durch.
Ein Mitglied der Anarchistischen Gruppe Mannheim legt den Schwerpunkt seines Vortrags auf die Soziale Revolution, ohne den Rahmen, den tobenden Bürgerkrieg, zu vergessen.
Ein Vortrag für Einsteiger*innen.

Update+++Nachtrag+++Update+++Nachtrag+++Update+++Nachtrag+++Upd

[Die Veranstaltung am 15.10.2016 kam leider erst nach druck der Plakate und Flyer zustande. Nichts desto trotz freuen wir uns sehr, einen Vortrag zu den Mujeres Libres im Programm zu haben.]

Samstag, 15.10.2016, 19 Uhr Vortrag “Mujeres Libres – Freie Frauen”

Die Gruppe „Mujeres Libres“ (Freie Frauen) wurde im April 1936, also drei Monate vor Beginn de Spanischen Revolution, offiziell gegründet.

Wie viele spätere Mitglieder der Gruppe waren die Gründerinnen in der anarchistischen (FAI/JJLL) und syndikalistischen (CNT) Bewegung aktiv.

Aufgrund des “Machismo” und des Sexismus, den es auch in der anarchistischen und syndikalistischen Bewegung gab, und dem Unwillen der männlichen Genossen beschlossen einige Frauen, ganz den Ideen des Anarchismus und Syndikalismus verhaftet eine eigene Frauenorganisation ins leben zu rufen. Sie pochten dabei auf ihr Recht sich selbst zu organisieren und gegen die dreifache Unterdrückung, der sich sich gegenüber sahen, zu kämpfen.

Als Arbeiterin wurde sie von den Bossen ausgebeutet und missbraucht, als Hausfrau und Mutter wurden sie von den Männern, Familienmitgliedern und Genossen ausgebeutet, als Unwissende hatten sie kaum Möglichkeiten diese Ausbeutung zu begreifen und sich dagegen zu wehren oder gar ein eigenes, unabhängiges Leben zu führen. Als Mittel zur Überwindung dieser dreifachen Sklaverei sollte neben der Mitgliedschaft in der anarchistischen und syndikalistischen Bewegung die eigenständige und autonome Organisation in den Mujeres Libres dienen. Dabei verfolgten die Freien Frauen kurzfristig und pragmatisch zwei Ziele: # „captación“ – Frauen für die anarchistische Bewegung zu begeistern und zu gewinnen ‘ „capacitación“ – die Befähigung (Bildung und Ausbildung) der Frauen. Dadurch sollten die Frauen wirtschaftlich unabhängig werden – als Grundlage für die geistige Emanzipation.

Während der Spanischen Revolution und des Bürgerkrieges wuchs die Gruppe auf über 20.000 Mitglieder in über 160 Ortsgruppen an. Die Mujeres Liebres nahmen von Anfang an (bis zur Remilitarisierung) an der Niederschlagung des Putsches teil und gingen dann als Kämpferinnen an die sich bildende Front. Außerdem organisierten sie Bildungs- und Ausbildungskursen, Kindergärten und Speiseräumen.

Unterstützung bekamen sie dabei unter anderem von Etta Federn und Emma Goldman. Innerhalb der spanischen libertären Bewegung blieben sie trotz ihrer Aktivitäten lange ausgeschlossen. So weigerten sich 1936 die libertären Bewegungen (CNT-FAI-JJLL) die Mujeres Libres offiziell als libertäre Organisation an zu erkennen.

Aus Sicht der Freien Frauen war die soziale Revolution nicht ohne die Frauen machbar – nur wenn die Grundlegenden Ideen des Anarchismus sowohl von den Frauen aufgenommen werden würden als auch von den Männern der eigenen libertären (anarchistischen und syndikalistischen) Bewegung anerkannt werden würde das die Frauen gleichwertig sind hätte die Revolution einen Wert für die gesamte Menschheit.

Rudolf Mühland wird bei der Vorstellung der Mujeres Libres einen Schwerpunkt auf die “anarcha-feministischen” Analysen und Themen legen. Dabei wird er sowohl den begrenzten geographischen als auch den zeitlichen Horizont überschreiten. Ein “Blick zurück nach vorne” soll zur Diskussion und wenn nötig auch zur autonomen Organisierung anregen.

Mittwoch, 19.10.2016, 19:30 Uhr   Film “Un pueblo en armas” 

Zwischen Juli 1936 und Mai 1937 entstanden die Aufnahmen zu diesem Film, die auch in vielen anderen Filmdokumenten dieser Zeit zu sehen sind. Der Film erschien zuerst 1937 in den USA unter dem Titel »Fury over Spain«. Nicht die Details des Krieges stehen hier im Vordergrund, sondern die soziale Revolution, von dem die Produktion des Films selbst ein Teil ist.

Mittwoch, 09.11.2016, 19:30 Uhr   Vortrag “Die FAU – eine anarchosyndikalistische Gewerkschaft” 

Die anarchosyndikalistische Gewerkschaft CNT war eine der wichtigsten und größten Organisationen, die sich am Widerstand gegen den faschistischen Putsch unter Franco und am Bürgerkrieg beteiligten. Aber schon Jahrzehnte davor leistete sie beachtliche Basisarbeit auf dem Land, in den Dörfern und in den Städten und konnte so die Ideen und Theorien des Anarchismus in Spanien verbreiten und den Boden für die Soziale Revolution bereiten.
Auch in Deutschland gibt es eine anarchosyndikalistische Gewerkschaft, die FAU, die Freie Arbeiter*innen Union. Ein Mitglied der Ortsgruppe Freiburg erläutert uns, was Anarchosyndikalismus ist, was die FAU ist und wofür in Freiburg gekämpft wird.

Samstag, 19.11.2016, 19 Uhr  Film “Durruti in der spanischen Revolution” 

Anhand von Originaldokumenten zeichnet Regisseur Paco Rios das Leben des Metallarbeiters und Anarchisten Buenaventura Durruti nach. Es kommt nicht nur Durruti selbst zu Wort, sondern ebenso seine Lebensgefährtin Emilienne Morin und zahlreiche andere Zeitgenoss*innen. Kurzweilig komponiert bietet der Film einen anregenden ersten Einblick in die revolutionären Ereignisse vor 70 Jahren, in politische Ränke, die Zwänge des Krieges und Diskussionen in der Confederación Nacional del Trabajo (CNT) und der Federación Anarquista Ibérica (FAI).

Samstag, 26.11.2016, 19 Uhr  Finissage und Film “A las barricadas”

Heute beenden wir die Ausstellung feierlich und zeigen im Anschluss den Film  “A las barricadas” 30 Wuppertaler Antifaschisten kämpften im spanischen Bürgerkrieg in der republikanischen Armee gegen (den späteren Diktator) Franco und die deutschen Nazi-Truppen. Einer der wenigen Überlebenden war Helmut Kirschey, der bis zu seinem Tod am 23. August 2003 in Göteborg lebte.  Nach einer halbjährigen KZ- Haft floh er 1933 nach Holland und ging von dort im Juli 1936 nach Spanien. Der Film begleitet den Wuppertaler Anarchosyndikalisten Helmut Kirschey 1989 auf eine Erinnerungsfahrt nach Spanien an die Stätten seines damaligen Aufenthaltes, wo er aktiv als Milizionär der anarchistischen Kolonne Durruti an den Kämpfen des Bürgerkriegs zwischen 1936 und 1939 teilnahm.

Der Eintritt zur Ausstellung, zu den Vorträgen und Filmvorführungen ist frei.

Wenn ihr Sonderöffnungszeiten für die Ausstellung braucht (für Schulklassen o.ä.), wendet euch gerne an uns: a-ini-og@immerda.ch

Flyer
Plakat

Die Ausstellung und alle Veranstaltungen finden statt im Linken Zentrum R12, Rammersweierstraße 12, Offenburg.

Anarchistische Initiative Ortenau, September 2016

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holzrock 2016: es soll regnen, aber das ist mir scheißegal…

plakat holzrock 2016endlich ist es wieder soweit: mein persönlicher festivalfavorit steht an: das holzrock-festival findet vom freitag, 22. bis zum sonntag, 24.07.2016 im sengelenwäldchen in schopfheim an der schweizer grenze statt.

am sonntag ist zwar kein programm mehr, aber der tag kann genutzt werden, um sinnlos zu faulenzen oder, was natürlich besser ist, beim aufräumen und abbau zu helfen.

wie immer wird die beste vokü/küfa die maulwürfe ihr bestes geben, um hunderte von leuten mit veganem, ökologischen essen zu versorgen

das programm kann sich auch dieses jahr sehen lassen: viele gute, bekannte und unbekannte acts werden auftreten und es gibt wie immer ein super kinderprogramm. mein persönliches highlight ist dieses jahr die finische punkrockband wasted, sicher auch, weil wir sie (oder ihre „nebenbands“) schon ein paar mal selber im kessel hatten.

infos zum holzrock findet ihr hier

ein paar bilder vom holzrock 2014 findet ihr in einem älteren post.

holzrock is calling!

 

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schwanau-gerstheim: kundgebung und brückenblockade. alle akw’s stilllegen. jetzt.

über 100 menschen beteiligten sich am heutigen sonntag an der kundgebung und brückenblockade am deutsch-französischen grenzübergang schwanau-gerstheim und forderten die sofortige stilllegung des akw fessenheim und aller anderer atomanlagen weltweit.

am 26. april 2016 jährt sich der super-gau im atomkraftwerk von tschernobyl zum 30sten mal. die katastrophe in fukushima, japan ist knapp fünf jahre her. aber immer noch und trotz dieser statistisch nur alle 10 000 jahre vorkommenden größten anzunehmenden unfälle sind weltweit über 400 atomreaktoren in über 30 ländern am netz und produzieren tödlichen strom. ca. 16 000 atomwaffen besitzen die neun atommächte usa, russland, großbritannien, frankreich, china, indien, pakistan, israel und nordkorea zusammen. mehr als genug, um uns alle mehrfach in unsere bestandteile zu zerlegen.

am heutigen sonntag fanden auf zwei brücken in der ortenau und dem elsass ähnliche aktionen statt, die sich auf der einen seite gegen den wahnsinn der atomkraft und der atomwaffen richteten, auf der anderen für die ausweitung der erneuerbaren energien einsetzten: kehl-strasbourg und eben schwanau-gerstheim. desweiteren waren aktionen in sasbach-marckolsheim, basel, chalampe-neuenburg, kaiserstuhl(ch)-hohentengen und breisach-neu-breisach geplant. die ortenau, freiburg und das elsass wären besonders stark betroffen, wenn sich im maroden, 39 jahre alten atomkraftwerk fessenheim ein super-gau ereignen würde. staatspräsident hollande hatte versprochen, das akw ende 2016 stillzulegen. inzwischen wurde dieses versprechen mehrfach gebrochen und wir sind beim jahr 2018 angelangt. fessenheim, das von edf, enbw und schweizer konzernen betrieben wird, ist besonders anfällig für störungen und unfälle: erst im märz 2016 wurde bekannt, dass ein unfall vom april 2014 weitaus schwerer war, als bekanntgegeben. das wahre ausmaß wurde bewusst verschwiegen und die öffentlichkeit somit ein weiteres mal angelogen.

auf der brücke schwanau-gerstheim kamen um 12 uhr über 100 menschen zusammen, junge und alte, von beiden ufern des rheins. nach zwei redebeiträgen (1, 2) der gruppe antiatom ortenau und der anarchistischen initiative ortenau begaben sich die meisten leute auf die fahrbahnen und blockierten so den grenzübergang. ein musiker*innentrio animierte zu einem kreistanz und eine trommelcombo gab ihr bestes, inklusive spontaner gesangseinlagen. an die ungeduldigen autofahrer*innen wurden flyer verteilt und es wurde das gespräch mit ihnen gesucht. zu einer unschönen szene kam es, als einem autofahrer der geduldsfaden riss und er mit dauerhupe im schritttempo in die menge fuhr. nach einer kurzen eskalation mit der üblichen klischeeaufforderung „geht doch mal arbeiten“ und einer rangelei, beruhigte sich die lage schnell wieder und die autos wurden nach und nach durchgelassen, um keine menschen zu gefährden.

die bullen war nur spärlich anwesend: jeweils ein streifenwagen der landespolizei und der gendarmerie zeigten sich.

für die abschaltung aller atomanlagen weltweit.
für eine dezentrale, ökologische energieversorgung.
…und, ja, für die anarchie.

[bilder zum vergrößern anklicken]

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strasbourg: qui sème la misère, récolte la colère! proteste gegen die geplante reform des arbeitsrechts in frankreich

mehrere tausend menschen demonstrierten am heutigen aktionstag in strasbourg gegen die geplante reform des arbeitsrechts. sie zogen in einem langen, bunten und lauten marsch durch die city der elsässischen hauptstadt. an der anschließenden spontandemonstration nahmen weit über tausend leute teil. im anschluss wurde die universität besetzt.

seit wochen halten die proteste gegen das neue arbeitsrecht, das die parti socialiste unter hollande durchsetzen will, an und ziehen sich quer durch die gesamte gesellschaft: schüler*innen, student*innen, arbeiter*innen aus den verschiedensten bereichen gehen zu zehntausenden auf die straßen der französischen städte. zusätzlich streiken die bahnarbeiter*innen, fluglotsen und die angestellten in den pariser verkehrsbetrieben.

das neue arbeitsrecht torpediert u.a. die 35-stunden-woche und den kündigungsschutz. auch sah es vor, dass minderjährige lehrlinge über zehn stunden am tag arbeiten sollten, was aber neben anderen verschlechterungen, inzwischen aufgrund der proteste aufgegeben wurde. doch hollande und seine bande halten an der reform fest: frankreich soll wieder zur grande nation werden und wenn die arbeiter*innen sich dafür im akkord todschuften müssen!

tausende von menschen strömten am frühen nachmittag auf den place kléber. die schätzungen schwankten zwischen 5000 und 10 000. anhand der fahnen, schilder, transparente und buttons war schnell klar: die szenerie wurde beherrscht von den großen gewerkschaften und linken parteien. unzählige cgt– und force ouvrière-fahnen zeugten davon. aber auch die basisgewerkschaft sud war da. die jeunes communistes, parteijugend der parti communiste français, waren ebenfalls stark vertreten. aber auch viele schüler*innen und student*innen waren da. die anarchosyndikalistische cnt und die libertären kommunist*innen der alternative libertaire setzten radikalere akzente. die stimmung war gut und kämpferisch. verschiedene lautsprecherwagen, eine mobile band, megafone, trommler*innen und andere musiker*innen sorgten dafür, dass es nie leise wurde. ständig wurden parolen gerufen und es wurde viel gesungen.
die demo drehte eine große runde durch die strasbourger innenstadt, bevor sie wieder am place kléber ankam.

die bullen waren mit der police nationale, der gendarmerie und zivieinheiten der bac (brigades anti-criminalité: brigaden gegen die kriminalität) vertreten, hielten sich aber eher im hintergrund, schließlich hatten die großen gewerkschaften, hauptsächlich die cgt, ihre eigene polizei, sorry, ihre eigenen ordner*innen am start. an der demospitze ging eine reihe von ihnen. sie hielten ein seil, das quer über die straße gespannt war, in den händen. es sollte wohl so eine art steuerung der demospitze gewährleisten, was auch gut funktionierte. dutzende gewerkschaftsordner*innen hielten menschen davon ab, von der offiziellen demoroute abzuweichen. am ende der demo kam es sogar zu rangeleien zwischen den cgt-bullen und menschen, die spontan weiterdemonstrieren wollten. die cgt behielt immer die oberhand.

als sich die offizielle demo auzulösen begann, ergriffen viele menschen die gelegenheit und starteten doch noch eine spontandemo. weit über tausend leute bahnten sich lautstark ihren weg durch die straßen in richtung universität. ein paar bullen auf motorrollern versuchten das zu stoppen: sie hatten keine chance. von den cgt-bullen war keine*r weit und breit zu sehen. an der uni löste die sponti sich dann auf. und die rund-um-die-uhr-besetzung der uni begann…

[update: die uni wurde noch in der nacht von einem großaufgebot der police nationale un der bac geräumt: video.]

[in strasbourg kam es heute nicht zu zusammenstößen mit den bullen, aber in anderen städten kam es zu riots und die bullen setzten tränengas ein. lest dazu johnnys ticker zu heute auf linksunten.]

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alarm offenburg lädt zum veganen brunch für das anarchistische zentrum auf cuba

anarchy on cubaVegan brunchen für das geplante soziale und libertäre Zentrum auf Kuba

Am kommenden Sonntag, den dritten April, findet der nächste vegane Brunch von Alarm im Linken Zentrum R12 statt.

Wie schon so oft wollen wir auch diesmal den Gewinn an ein wichtiges Projekt weitergeben. Seit einer Woche läuft die Spendenkampagne der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen für ein soziales und libertäres Zentrum auf Kuba der Gruppe Taller Libertario Alfredo Lopez (TLAL) und mit unserem Brunch wollen wir unseren Teil zum Gelingen der Kampagne beitragen.

Wie immer beginnen wir um 10 Uhr 30 mit dem Aufbau und freuen uns über Menschen, die dabei mitanpacken. Ab 11 Uhr geht’s mit dem Brunch los, der ganz stark davon lebt, was ihr an veganen Leckereine beisteuert. Und wenn dann noch gegen 14 Uhr ein paar Leute am Start sind, um beim Aufräumen zu helfen, war’s ein runder Tag.

Wir freuen uns auf euch, Alarm Offenburg

Infos zur Spendenkampagne.
Infos zur Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA).
Infos zu TLAL (auf spanisch).

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