Rechter Mordversuch an FAU Gewerkschafter in Stuttgart – Soli-Demo am 18. Juli!

[Originalbeitrag der FAU Stuttgart hier] Ein Gewerkschafter der FAU Stuttgart wurde im April in Stuttgart Nord von Rechtsextremen mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Das war kein Einzelfall und es war nicht „nur” ein Angriff auf einen Einzelnen. Gemeint waren wir alle: Alle, die nicht in das Weltbild der Faschisten passen. Rechte Gewalt wird sichtbarer und selbstbewusster -auch hier in Stuttgart. Dem stellen wir uns gemeinsam entgegen.

Wir lassen niemanden allein.
Kommt zur Demo!
18.07. 17 Uhr vor dem Museum am Löwentor

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Vorwärts für Vielfalt: Das war der 3. CSD in Offenburg

Und immer dran denken: Stonewall was a riot!

Über 350 queere und verbündete Menschen gingen am gestrigen Samstag bei völlig irren Temperaturen unter dem Motto „Vorwärts für Vielfalt!“ für queere Befreiung auf die Straßen Offenburgs.

Im Vorfeld wurde der Demostart um eine Stunden nach hinten verlegt und die Route stark gekürzt. Die Klimakatastrophe macht auch vor dem Christopher Street Day nicht halt.
So trafen sich um 14 Uhr über 350 Menschen in all ihrer Vielfalt am ZOB in Offenburg. Das waren deutlich weniger als im letzten Jahr und optimistisch wie ich bin, gebe ich mal der Hitze die Schuld (also eigentlich dem völlig entfesselten fossilen, Tiere und Menschen ausbeutenden und patriarchalen Kapitalismus, aber das würde hier jetzt zu weit führen…). Überall fächerten sich Leute „kühle“ Luft zu, benetzten sich mit Wasser aus Sprühflaschen und leckten kaltes Wassereis (vielen Dank an die solidarischen Menschen, die es kostenlos verteilten!).

Nach einem kurzen Verlesen der Demoauflagen ging die Demo begleitet von zwei Lauties los und bahnte sich ihren Weg durch die Offenburger City. Hier war dann doch mehr los, als ich erwartet hätte: Konsumieren und shoppen bei 40° bis zum Umfallen. Immerhin waren keine queerfeindlichen und rechten Zeitgenoss*innen am Straßenrand. So blieben uns ihre menschenfeindlichen Kommentare erspart. Eine halbe Stunde zog der CSD begleitet von lauter Musik, wenigen politischen Aussagen in Form von Schildern, Fahnen und noch weniger Sprechchören die Fußgänger*innenzone entlang bis in den Bürger*innenpark, der in Zukunft Wolfgang-Schäuble-Park heißen wird, nach dem Ortenauer CDU-Politiker, der seinerzeit gegen die Ehe für alle polemisiert hatte, weil die Ehe „seit biblischen Zeiten als Gemeinschaft zwischen Mann und Frau angelegt war“.

Im Park flüchteten dann auch gleich alle unter die schönen, großen Platanen und machten es sich in deren Schatten bequem (Immerhin dort gibt es welchen. Offenburg belegte beim Hitzecheck der DUH bundesweit den allerallerallerletzten Platz…WTF?). Es waren viele Info-, Essens-, kommerzielle und kulturelle Stände aufgebaut. Das ging von der städtischen Jugendarbeit und Frauen helfen Frauen Ortenau über QueerKAstle, Black Forest For Animals bis hin zum Bunten Block Offenburg und einem Stencil-Stand, wo mensch sich ein Schild für die nächste Demo sprühen konnte.
Auf der Bühne gab es Rede- und Musikbeiträge und auf dem Minigolfplatz sorgte die Kessel-Crew für kalte Getränke, Essen und Schatten.

Nachdem mir mein wohlverdientes Bier dort in der Hitze krass in den Kopf gestiegen ist, machte ich mich bald auf den Heimweg.
Am Abend gab es dann noch die fast schon traditionelle Aftershow-Party im Kessel.

Queer Liberation!
All Equal – All Different!
My Anarchism Is Queer!

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„Die menschengemachte Klimakatastrophe ist da: Wir leben mittendrin.“ – 2. Autonome Kunstausstellung auf der Passerelle in Kehl

Anonyme Künstler*innen eröffneten am 24. Juni auf der Fußgänger*innen- und Fahrradbrücke Passerelle auf der deutsch-französischen Grenze zwischen Kehl und Strasbourg die zweite autonome Kunstausstellung diesmal zum Thema „Die menschengemachte Klimakatastrophe ist da: Wir leben mittendrin.“.

26 Bilder – Gemälde, Zeichnungen und Collagen – drücken auf sehr unterschiedliche Weise Gefühle zur allgegenwärtigen Klimakatastrophe aus. Ein Einführungstext auf Deutsch, Englisch und Französisch setzt das Ganze in Beziehung zur Gesamtscheiße:

Die menschengemachte Klimakatastrophe ist da: Wir leben mittendrin.

Der mächtigste Mann der Welt bezeichnete die Klimakatastrophe in der UN-Vollversammlung im Herbst 2025 als „den größten Betrug, der jemals an der Welt begangen wurde“.

Hier und heute, wo wir diese Bilder am 24. Juni inmitten einer der heftigsten Hitzewellen Europas auf der Passerelle aufhängen, fragen wir uns, was wir noch alles von den Mächtigen der Welt ertragen müssen. Denn der Faschist Trump ist nicht allein. Nicht nur er will weiter nach Erdöl bohren, Erdgas fördern und munter die Zukunft der Welt verheizen. Nicht nur er will weiter ungehindert die Ressourcen der Erde ausbeuten und Reichtümer anhäufen. Nicht nur er will weiterhin mit Privatjets und Luxusjachten um die Welt jagen. Nicht nur er will weiterhin hemmungslos Tiere ausbeuten und Regenwälder für Futtermittelanbau niederbrennen. Nicht nur er will weiterhin seinen Diesel verbrennen und die Freiheit auf den Autobahnen für sich in Anspruch nehmen. Nicht nur er will generative KI mit ihren Rechenzentren bis zum Overkill treiben. Die Regierungen der EU und besonders die Deutschlands tun alles, um Trump nachzueifern. Merz, Reiche und Co. sind keinen Deut besser: Sie scheißen auf dich und mich, auf uns alle. Wachstum und Profite gehen ihnen über alles. Sie geben einen Dreck auf die Menschen um sie herum und die, die noch nach ihnen kommen werden. Der Kapitalismus ist ein Todeskult und die Mächtigen sind seine Priester*innen.

Mit diesen Bildern bringen wir unsere Gefühle zum Zustand der Welt zum Ausdruck. Andere zünden Teslas an, sprengen eine Bank in die Luft oder besetzen Bäume und Kohlebagger.

Es braucht uns alle.
Die Grenze verläuft nach wie vor zwischen unten und oben.
System change, not climate change.
Nieder mit dem Kapitalismus.

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Auf zur 8. Anarchistischen Buchmesse in Mannheim!

Ich glaube, ich war auf jeder der vorhergehenden sieben Anarchistischen Buchmessen und es waren jedes Mal tolle Tage, vor allen Dingen zur Hochphase der regionalen und bundesweiten anarchistischen Vernetzung und Organisierung mit dem Anarchistischen Netzwerk Südwest* und der FdA. Ich werde auch dieses Jahr wieder am Start sein und freue mich, dass es motivierte Leute gab und gibt, da das ermöglichen! Hoch die Anarchie!

Hier das Editorial der Website:

Vor zwei Jahren stand die Buchmesse kurz vor dem Aus, da wir einfach zu Wenige in der Orga-Gruppe waren. Doch zahlreiche Menschen sind unserem Aufruf gefolgt und organisieren die Buchmesse mit, so dass es weitergehen kann. In der Vorbereitung der Buchmesse hat das einige Veränderungen mit sich gebracht, im Ablauf der Buchmesse eher nicht.

Am Donnerstagabend geht es los mit einer Eröffnungsveranstaltung, auf die von Freitag bis Sonntag drei Tage mit Messebetrieb und umfangreichem Begleitprogramm folgen. Wir freuen uns, dass auch 2026 wieder zahlreiche libertäre Verlage und Vertriebe bei uns ausstellen und die Breite der anarchistischen Publizistik vorstellen werden. Daneben bieten 26 Vorträge und Workshops die Gelegenheit, in Gespräche und Diskussionen einzutreten.

Mit der Buchmesse wollen wir die Vielfalt des Anarchismus darstellen, einen Ort des Austauschs für die libertäre Bewegung bieten und zugleich einem breiten Publikum die Möglichkeit bieten, anarchistische Positionen kennenzulernen. Wir haben versucht, wieder ein breites Programm auf die Beine zu stellen, das die aktuellen Probleme der Zeit beleuchtet, die Vergangenheit aus anarchistischer Perspektive erzählt und Alternativen zum herrschenden System aufzeigt.

Wie immer ist die Messe weitgehend barrierefrei zu erreichen. Außerdem werden fairer Kaffee und leckere vegane Gerichte angeboten. Diesmal kochen die Maulwürfe aus Freiburg zusammen mit BlackWok aus Dresden. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es wie üblich auf der Schlafplatzbörse. Der Eintritt für die Buchmesse ist natürlich frei.

Da die Messe sich in erster Linie über Spenden finanziert, lassen wir in jeder Veranstaltung eine Spendendose rumgehen – das heißt aber nicht, dass für jede besuchte Veranstaltung eine Spende erwartet wird. Daneben finanziert sich auch das Küchenkollektiv über Spenden. Außerdem freuen die Maulwürfe, BlackWok und wir uns neben finanzieller auch über tatkräftige Unterstützung. Wer Lust auf Gemüseschnippeln, Getränkeverkauf oder ähnliches hat, kann sich gerne bei uns melden.

Wir freuen uns Euch auf der Buchmesse zu sehen!

Freiheit und Glück!

Anarchistische Gruppe Mannheim + Friends

14. bis 17. Mai 2026
Jugendkulturzentrum forum
Neckarpromenade 46
68167 Mannheim

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Grenzenlose Solidarität! Das war die Dreiländereckdemo in Basel und Weil am Rhein

600 Menschen aus Frankreich, Schland und der Schweiz zeigten am 18. April in den Straßen Basels und Weil am Rhein ihre Solidarität mit Geflüchteten und der Festung Europa den Mittelfinger.

Menschenrechte, Bewegungsfreiheit und das Recht auf Asyl werden weltweit immer weiter eingeschränkt und teilweise generell in Frage gestellt. Betroffene, Flüchtende und Geflüchtete werden von allen Seiten bedrängt und angegriffen, sei es per Gesetze (siehe GEAS), durch Hetzreden von der AfD oder körperlich von Nazis und anderen Menschenfeind*innen. Rassismus hat Hochkonjunktur und der Kampf gegen ihn ist wichtiger Bestandteil des Kampfes gegen die Gesamtscheiße.

So folgten über 600 Menschen, betroffene und solidarische Menschen dem Aufruf zur Dreiländer-Aktion für grenzenlose Solidarität. Gestartet wurde von zwei Orten aus: Dem Badischen Bahnhof im schweizerischen Basel und dem Bahnhof im deutschen Weil am Rhein. Hier trafen sich jeweils ca. 300 Menschen, um sich dann am Grenzübergang Otterbach zu einer gemeinsamen Demo zu vereinen. Der schweizer Demozug machte einen Zwischenhalt am Abschiebeknast Bässlergut, wo gesungen und Parolen für die sich im Hungerstreik befindenden Gefangenen gerufen wurden. Das kam hörbar gut an bei den eingeknasteten Menschen. Am Grenzübergang zeigte sich dann auch hautnah, was Grenzen für viele Menschen bedeuten und welchesPrivileg der „richtige“ Pass ist: Da die Demo in der Schweiz weitergehen sollte, mussten viele Menschen aus Schland ohne diesen Pass einen anderen Weg zur Abschlusskundgebung im Rheinpark in Weil am Rhein in Schland wählen: Zu groß war die Gefahr von Repression durch schweizer Bullen. Als die Demo später dann wieder zurück nach Schland in Richtung Rheinpark ging, mussten Betroffene aus der Schweiz zurückbleiben, da sie hierfürnicht den „richtigen“ Pass hatten.
Die bunte und durchgehend laute Demo endete im Rheinpark in Weil am Rhein, wo gechillt und den letzten Redebeiträgen gelauscht wurde.

Sehr hörenswerte Redebeiträge und Tonschnipsel findet ihr hier bei Radio Dreyeckland.
Viele Presse- und Medienbeiträge findet ihr hier bei Aktion Bleiberecht Freiburg.

No border, no nation!
Für freies Fluten!
Für die Anarchie!

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18. April 2026: Dreiländer-Demo für grenzenlose Solidarität in Basel und Weil am Rhein

(Infos: aktionbleiberecht.de/aufruf-3ld)

Gruppen aus dem Dreiländereck rufen zu einer Protestaktion an den Grenzen der Schweiz, Frankreichs und Deutschlands auf.

Wir stellen uns gegen die tödlichen Politiken des europäischen Asylsystems und setzen uns ein für eine Welt ein, in der sich Menschen frei bewegen können.
 Wir leben im Dreiländereck zwischen Landesgrenzen und über diese hinaus. Wir sind Menschen mit und ohne Pass. Unsere Solidarität verbindet uns. 
Mit der am 12. Juni 2026 in Kraft tretenden Reform des Europäischen Migrations- und Asylpakts (GEAS) wird das Asylrecht auf jeder Ebene für geflüchtete Menschen fundamental angegriffen.

Die EU-Länder – inklusive der Schweiz – verfolgen eine Abschottungspolitik, durch die Menschen entrechtet und in die Irregularität gedrängt werden. Das individuelle Asylrecht wird durch Verordnungen ausgehebelt und Geflüchtete werden an den EU-Außengrenzen in Haftlagern über Monate festgehalten. Auch im Inneren der Länder werden immer mehr Haftgründe für Geflüchtete geschaffen. 
Die europäischen Länder sind mit ihren Firmen und Banken Mitverursacher*innen von Krieg, Zerstörung und Fluchtursachen.


Deshalb gehen wir am 18. April 2026 gemeinsam auf die Straße für eine solidarische Gesellschaft, für das Recht auf Freizügigkeit und gegen die Gewalt an den Grenzen!

TREFFPUNKTE:

Für CH 12:30 Uhr: Basel Badischer Bahnhof
Für D und F 13:00 Uhr: Europaplatz, Nähe Bahnhof Weil am Rhein

Gemeinsame Demonstration mit Schlusskundgebung im Rheinpark (D)
 Bewilligung eingereicht.  

Der Zug ab Offenburg fährt um 10:36 Uhr auf Gleis 2 ab und kommt um 12:38 Uhr in Weil am Rhein an.

No border, no nation!
Für die Anarchie!

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„Jin Jiyan Azadi! Feministische Kämpfe International Verteidigen!“ Das war die Demo am 8. März in Freiburg

Mehrere tausend Menschen gingen am Internationalen feministischen Kampftag in Freiburg gegen das weltweite Patriarchat auf die Straße. FLINTA* und Verbündete machten lautstark und allen Widerständen zum Trotz gut gelaunt deutlich, dass Männerherrschaft tödlich ist für Menschen und den gesamten Planeten.

Der Platz der alten Synagoge in Freiburg war prall gefüllt. Bis hoch zum Theater saßen und standen tausende von Menschen (ich hab leider keine anderen Berichte zur Demo und der Teilnehmer*innenzahl gefunden), die dem Aufruf gefolgt waren. Der Schwerpunkt der Demo sollte auf Kurdistan, Rojava und Rojhilat liegen. Zum Auftakt hielten Verschiedene Gruppen und Einzelpersonen Reden zu Kurdistan aber natürlich auch zu einigen anderen Themen (ich habe leider nicht alle Namen und Reden richtig verstanden, da die Umgebungslautstärke groß und der Lauti teilweise zu leise war. Alle folgenden Fehler gehören mir. Scheinbar kann mensch das alles auf dem Instagram-Account des Demobündnisses nachlesen. Da ich das nicht kann und will, müsstet ihr euch selber bemühen.): Das Frauenkollektiv Freiburg sprach zum Patriarchat und feministischen Kämpfen. Der Kurdische Frauenrat Freiburg machte deutlich, wie wichtig die Revolution in Rojava für den Feminismus und die ganze Welt ist. Die Person von Students for Palestine ließ mich ein wenig ratlos zurück, da ich ihrer Ausführung zum Massenmorden Israels in Gaza nicht ganz folgen konnte: Sie sprach, als ob in Gaza vor dem Krieg ein queeres Friede-Freude-Eierkuchen-Kollektiv gelebt hätte, das jetzt von der IDF durch deren Bombenterror zerstört worden wäre. Natürlich wurden und werden in Gaza auch FLINTA* getötet. Aber nicht, weil sie FLINTA* sind, sondern weil sie in Gaza leben. FLINTA* und andere Menschen, die nicht in das islamo-faschistische Menschenbild der Hamas passen, wurden vor dem Krieg gezielt von eben dieser unterdrückt und ermordet, weil sie FLINTA*, schwule Männer und Andersdenkende waren. Eine Person aus Afghanistan rief dazu auf, die Frauen in Afghanistan nicht zu vergessen. Zwei Personen sprachen zur völlig unterschätzten Frauen*-Krankheit Endometriose und forderten, diese ernst zu nehmen und Solidarität mit Betroffenen zu zeigen. Eine Person sprach zu ME/CFS, wovon hauptsächlich Frauen betroffen sind und wie diese allein gelassen werden. Zwei Personen sprachen in Vertretung für Black Radicals und bezogen sich auf den Schwarzen Abolitionisten Frederick Douglass. Zwei Personen von Tadamun verlasen ein Gedicht zu Gaza über den Schmerz, von Eltern, die ihre toten Kinder aus den Trümmern bergen müssen. Eine Person von ROSA – Rolling Safespace erzählte von den speziellen Widrigkeiten, denen FLINTA* auf der Flucht ausgesetzt sind und wie sie unterstützt werden können.

Gegen 17:30 Uhr machte die Demo sich auf den Weg: Es war die kämpferischste, bunteste, lauteste und gut gelaunteste Demo, auf der ich seit langem war. Es ging wohl vielen so wie mir: Wir freuten uns einfach, dass so viele Menschen an diesem wichtigen Tag gemeinsam, trotz inhaltlicher Differenzen, auf die Straße gingen und zumindest eine Forderung hatten, die sie verband: Das Patriarchat muss zerstört werden! Überall.
Unzählige Flaggen, Transparente, Schilder, Sprechchöre, Parolen, Sticker und eine Trommelgruppe zeigten verschiedenste feministische Haltungen, Themen und Forderungen. Es machte großen Spaß, da mitzulaufen und tat im Angesicht der globalen Abwärtsspirale einfach gut. An der Gerhard-Graf-Sporthalle in der Friedrich-Straße regten sich die Bullen kurz auf: Aktivist*innen hatten es gewagt, das eingerüstete Gebäude für einen Bannerdrop zu nutzen und ein wenig Feuerwerk und einen Rauchtopf zu zünden. Bullengewalt hat es hierbei nicht gegeben. Haha, Scherz. Natürlich wurden die Bullen gewalttätig, beim Versuch, die Aktivist*innen zu erwischen und solidarische Menschen zurückzudrängen. Bullenbusiness as usual.
Als sich die Situation wieder beruhig hatte, zog die Demo weiter über den Rotteckring zurück zum Platz der alten Synagoge.
Das Ende der Demo habe ich leider verpasst, da die Bahn nicht bereit war, für uns einen Sonderzug nachhause einzurichten. So mussten wir uns nach dem beknackten Fahrplan der Bahn richten und Richtung Bahnhof gehen.

Jin Jiyan Azadi!
Hoch lebe die YPJ!
Das Patriarchat zu Klump schlagen!
Für die Anarchie!

[Fotos zum Vergrößern anklicken]

[Ich habe einige Seiten nicht verlinkt, da sie nur Instagram-Accounts sind. Alle in’s Fediverse!]

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Kleine A-Tage in Karlsruhe vom 3. bis zum 11. April

[Originalbeitrag von hier. Musste ich händisch abtippen, weil es den Text nur als Bild gibt… 😉 ] Es gibt schlechte Nachrichten für euch! Wir, der Verein Nägel mit Köpfen e. V., haben zum 15.04. unsere Räumlichkeiten in der Kulturdose gekündigt. So wird es auch das Cafe Noir ab diesem Zeitpunkt nicht mehr geben. Aber keine Sorge! Es gibt schon eine neue Gruppe an Leuten, die den Raum bespielen will.
Natürlich werden wir nicht klammheimlich verschwinden. Für den Abschluss haben wir noch einmal ein tolles Programm rund um das Thema Anarchismus geplant. Leider konnten wir nicht für jedes Thema, das relevant wäre oder uns interessiert hätte, etwas organisieren… Es würde auch den Rahmen sprengen. Außerdem steht aktuell noch nicht alles 100%. Aber wir werden euch auf dem Laufenden halten.
Wir freuen uns auf eine schöne Woche, in der wir uns mit euch austauschen und vernetzen können. Falls ihr Fragen habt, könnt ihr uns gerne ansprechen oder unter cafe-noir@riseup.net anschreiben.

Ein guter Grund also, mal wieder nach Karlsruhe – auch von weiter weg – zu fahren. Ich bin gespannt, wer die neue Gruppe ist, die die Räume übernimmt.

Infos (Programm etc.) zu den gar nicht so kleinen Kleinen A-Tagen findet ihr hier.

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Bezahlkarte und GEAS abschaffen! Das war die landesweite Demo in Stuttgart

156 Menschen demonstrierten in Stuttgart gegen die rassistische Bezahlkarte und das menschenfeindliche GEAS, während zeitgleich die merz’sche Stadtbild-CDU auf ihrem Parteitag in der Landeshauptstadt endlich wieder Europa führen wollte.

Deutschland driftet unter der SPD und der CDU, angeführt vom Blackrock-Kanzler Merz und getrieben von der AfD immer weiter und rasanter nach rechts: Ob Hetze gegen arbeitslose Menschen, das An-den-Pranger-Stellen von Teilzeitarbeitnehmer*innen oder rechtswidriger rassistischer Grenzkontrollen innerhalb des Schengenraums. Ob das Zusammenstreichen der Klimaziele, Militarisierung der Gesellschaft im Zeitraffer, Wachstum über alles oder Arschkriecherei beim Faschisten Trump. Merz und seine Regierung sind sich keiner Dummheit und Brutalität zu schade. Da passt es wie die Faust auf’s Auge, wenn Geflüchteten das Leben so schwer wie möglich gemacht werden soll und ihnen noch das letzte bisschen Würde genommen wird, das ihnen nach einem Leben auf der Flucht geblieben ist.

Mit der Einführung der Bezahlkarte für Asylbewerber*innen wurde dem Kontroll- und Repressionssystem, das gegen sie aufgebaut wurde, noch eins oben drauf gesetzt: Die Bezahlkarte schränkt das selbstbestimmte Einkaufen ein und die Einkaufsmöglichkeiten können im Zweifelsfall immer weiter eingeschränkt werden. Schon jetzt verweigern einzelne Supermärkte in Racial-Profiling-Manier Geflüchteten den Kauf von Gutscheinen, um zu verhindern, dass sie diese bei Tauschbörsen gegen Bargeld eintauschen können. Immer wieder werden Stimmen in der Politik laut, die fordern, Gutscheintauschbörsen zu illegalisieren.

Die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems GEAS soll im Juni 2026 in Kraft treten. Die Festung Europa wird nach dieser Reform noch enger abgesichert gegen Menschen, die in ihr Zuflucht und Schutz vor Krieg, Hunger, Verfolgung und den Folgen der Klimakatastrophe suchen oder dort einfach nur auf ein besseres Leben hoffen. Sie sollen erst gar nicht reingelassen, sondern an den Außengrenzen gesammelt und zurückgeschickt werden. Weit weg von kritischen Menschen und Organisationen werden Pushbacks, menschenunwürdige Lager und andere Grausamkeiten zunehmen. Die Botschaft ist klar: Kommt erst gar nicht zu uns! Wir wollen euch nicht!

Die Kampagne für die Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes mobilisierte zum gestrigen Samstag nach Stuttgart zur landesweiten Demo „Schluss mit rassistischer Sozialpolitik! NEIN zur Bezahlkarte und zur GEAS-Reform“. Über 150 Menschen aus ganz Baden-Württemberg folgten dem Aufruf und zeigten bei anhaltendem Regen ihre Ablehnung gegen ein rassistisches System, das Menschen ausgrenzt und ihrer Würde beraubt.

Auf der Auftaktkundgebung am Schlossplatz sprachen Vertreter von Aktion Bleiberecht Freiburg und dem Flüchtlingsrat Baden-Württemberg. Ein Geflüchteter erzählte aus Betroffenenperspektive von seinen kafkaesken und zehrenden Erlebnissen in der deutschen Ämterbürokratie.

Danach zog die Demo mit einer Trommelgruppe und lautstarken Sprechchören durch die Innenstadt in den Schlossgarten vor den Landtag, wie die anwesenden Bullen peinlich genau auf die Einhaltung der Bannmeile achteten. Nach einer Stunde wurde die Demo, wieder am Schlossplatz angekommen, beendet.

150 Menschen auf einer landesweiten Demo zu Kernanliegen der Linken: Bewegungsfreiheit für alle Menschen und Solidarität mit Geflüchteten. Das ist zu wenig. Und wie schon bei der landesweiten Demo zum selben Thema in Pforzheim im Juni 2024: Das ist ernüchternd und zeigt aber auch, wo wir gerade stehen.

Seit dem 29. Januar findet die Veranstaltungsreihe „Solidarisches Handeln im Dreiländereck. Gegen den autoritären Umbau des Asyl- & Grenzsystems“ in Freiburg statt.

Am 18. April findet zur GEAS-Reform eine Dreiländereck-Demo in Basel, Weil am Rhein und Huningue statt.

No borders, no nations!
Wer kommen will, soll kommen!
Für freies Fluten!
Für die Anarchie!

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Nieder mit den Tech-Bro-Algorithmen, hoch mit dem Fediverse!

Banner der About-Seite von kolektiva.social

Ich war ja nie in irgendwelchen digitalen „sozialen“ Netzwerken (Facebook, Instagram, Twitter etc.) unterwegs, da ich sie von Anfang an suspekt fand. Meine Abneigung wurde von Jahr zu Jahr, von Datensammelskandal zu Datensammelskandal und von globaler Krise zu globaler Krise mit immer mehr Argumenten unterfüttert. Zentralisierte Online-Dienste, angetrieben von
intransparenten, kapitalistischen Hetzalgorithmen in den Händen von neoliberalen, marktradikalen Silicon-Valley-Fascho-KI-Tech-Bros? Das kann ja nicht gutgehen.

Nun treibe ich mich als Verfechter von Freier Software und Anhänger des Föderalismus von unten schon länger auf verschiedenen Plattformen des Fediverse herum und habe mir letztes Jahr dann auch einen Account als nigra auf dem anarchistischen Server kolektiva.social angelegt. Das macht Spaß, ich treffe Gleichgesinnte und bekomme viele Nachrichten aus aller Welt zu Themen, die mich interessieren mit, ohne dass mir ein verkackter Hetzalgorithmus vorschreibt, was ich zu lesen habe.

Hier könnt ihr mich finden: https://kolektiva.social/@nigra

Für ein freies Internet!
Hetzalgorithmen und generative KI in die Tonne kloppen!
Kommt ins Fediverse!
Für die Anarchie!

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